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Buchcover von Heinrich Hensens „Aule Knetsaam vertäild“, herausgegeben vom Heimatverein der Grafschaft Bentheim, mit einer Zeichnung eines alten gekachelten Herdes mit Kessel und Feuerholz auf gelbem Hintergrund.
Aule Knetsååm vertäild 
1973
Heinrich Hensen



Heinrich Hensen, Lucie Rakers und Bernd. A. Knoop schildern das bäuerliche Leben, wie es sich hierzulande um die Jahrhundertwende abgespielt hat.

Autoren:
Heinrich Hensen, Heimatverein der Grafschaft Bentheim

Der Gedanke, die vorliegenden Erzählungen zu sammeln und aufzuschreiben, kam mir auf einer großen »Gastvisite« in der Niedergrafschaft. Hier saß ich in einem von Zigarrenrauch stark angereicherten Nebenzimmer zwischen mehreren Grafschafter Altbauern, die aus ihrer Jugend erzählten und Vergleiche zwischen dem bäuerlichen Leben früher und heute anstellten. Die humorvollen, plastischen Erzählungen schienen es mir wert zu sein, einer größeren Zuhörer- bzw. Lesergruppe vorgestellt zu werden. Die ersten Veröffentlichungen erfolgten im Jahre 1965 im »Grafschafter«, der Heimatbeilage der »Grafschafter Nachrichten«.

In den folgenden Jahren fing ich an, alte Leute über bestimmte Gebiete des bäuerlichen Lebens um die Jahrhundertwende zu befragen. Sie erzählten am liebsten, wenn ich sie in Gruppen zu zwei oder drei Personen zusammenbrachte. Ihre Erinnerungen schnitt ich auf Tonband mit. Nur so war es möglich, bestimmte Ausdrücke und persönliche Eigenarten der Erzählweise naturgetreu festzuhalten. Nach und nach entstand auf diese Weise mosaikartig ein ziemlich lückenloses Bild der Lebensumstände unserer bäuerlichen Bevölkerung vor etwa 70 Jahren.

Ich bin oft gefragt worden, ob »Knetsääm« nur ein Phantasieprodukt sei. Nein. »Aule Knetsääm« lebte um 1890 als Altenteiler in einem Backhaus in Osterwald. Meine Mutter erinnerte sich noch gut an ihn. Er gehörte zu den alten Leuten, die gern von früher erzählten. Da sein Name in den Erinnerungen wiederholt auftauchte, verwendete ich ihn stellvertretend für meine Gewährsleute.

Frau Lucie Rakers hat sich der Mühe unterzogen, die Erzählungen in die Vosbergen-Schreibweise umzuschreiben, um sie so einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. Die angefügte Wortliste soll zum Verständnis einiger nicht mehr geläufiger Wörter dienen. Herr Bernd Andreas Knoop hat die Illustrationen zu dem Bändchen gemacht. Beiden sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Das Buch kann auf der Internetseite des Heimatvereins der Grafschaft Bentheim e.V. bestellt werden: