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Plattdütsch in de Groafschup

 

 

   
   
   
 
   

Noch Karten

Zur 650-Jahr-Feier der Stadt Neuenhaus richten die Heimatfreunde am Mittwoch, 25. September, einen Heimatabend im Festzelt auf dem Neumarkt aus. Beginn ist um 19 Uhr. An diesem Abend wird das Buch über Karl Sauvagerd vorgestellt. Mit dabei sind auch NDR-Moderator und Sänger Yared Dibaba und seine Band „Die Schlickrutscher“. Eintrittskarten für den Heimatabend, bei dem das Plattdeutsche im Mittelpunkt steht, sind noch erhältlich zum Preis von 19,50 Euro pro Person im Bürgerbüro des Rathauses sowie bei den Heimatfreunden.

 
   
 

Karl Sauvagerd gehörte von den 1950er- bis 1990er-Jahren
zu den bekanntesten niederdeutschen Lyrikern im Nordwesten.

 
   
   

Steerne

Mangs is wal nachts den himmel blau,
en doch is hååst gin’n steern te seen,
men as du tookiks heel genau, finds
du doch hier en door noch een’n.
Mangs låt’t de dage orig swat,
dat lewen sinnlos, – üm te reer’n;
men kiks du dan seküür anpat,
finds du doch hier en door nen steern.

 

GN 18.9.2019

Innige Verbundenheit zum Plattdeutschen

Neues Buch „De Tied blif Baas“ zeigt auf 418 Seiten das Leben und Wirken von Karl Sauvagerd

Von Andre Berends

NEUENHAUS Als die Heimatfreunde Neuenhaus 2017 eine Ausstellung über den Heimatdichter Karl Sauvagerd vorbereiteten, da ahnten sie schon: Der „dichtende Schniederbaas“, der 1992 im Alter von 85 Jahren verstarb, hatte der Nachwelt viel mehr hinterlassen, als bislang bekannt war. Sein Nachlass, der lange Zeit im Keller seiner Tochter Berta Radicke in Uelsen schlummerte, entpuppte sich als Schatz.

Karl Sauvagerd wurde zu seinem 25. Todestag eine Aufmerksamkeit zuteil, wie er sie zu Lebzeiten wohl kaum erfahren haben dürfte. Das Leben und Wirken des kleinen Mannes rückte auf einmal mit geballter Kraft in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Stadt Neuenhaus entdeckte einen großen Sohn neu. Die Ausstellung in den Räumen der Heimatfreunde wurde zu einem Publikumserfolg.

Die beiden Heimatfreunde Berend Vette und Klaus Vorrink entwickelten fortan die Idee, ein Buch über Karl Sauvagerd herauszugeben. So, wie man es 2008 mit dem Werk „Löö en Tieden“ über den Veldhauser Dichter Carl van der Linde auch schon gemacht hatte. Sie trieb bei Karl Sauvagerd die Frage an: „Wer war dieser Mann und was hat ihn neben seiner Tätigkeit als Schneider noch alles in seinem Leben bewegt?“ Die Ergebnisse sollten mit wissenschaftlicher Expertise untermauert werden.

Schon die Ausstellung hatte den Heimatfreunden seinerzeit gezeigt: Karl Sauvagerd war nicht nur im Hauptberuf Schneider und in seiner Freizeit ein Dichter, der vor allem die plattdeutsche Sprache schätzte. Er setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch für die deutsch-niederländische Verständigung und Versöhnung ein. Er war Sänger, Musiker. Und er zeigte ein großes Interesse an der heimischen Pflanzenwelt. Seine über viele Jahre angelegtes und weiterentwickeltes Herbarium gilt als einmaliges Zeitzeugnis.

Nun, pünktlich zum Beginn der Festwoche anlässlich der 650-Jahr-Feier der Stadt Neuenhaus, legen Berend Vette und Klaus Vorrink ihr Karl-Sauvagerd-Buch

„De Tied blif Baas“ vor. Der Titel ist eine Anlehnung an den ersten Gedichtband, den der Heimatdichter 1955 veröffentlichte. Auf insgesamt 418 Seiten zeichnen die Autoren Leben und Wirken Karl Sauvagerds nach. Berend Vette und Klaus Vorrink konnten für ihr Buchprojekt drei Experten gewinnen: So gibt die Historikerin Verena Kleymann aus Rheine eine Einführung in das Werk. Sie hat auch jene Gedichte, Geschichten, Romane und Erzählungen ausgewählt, die auf den dann folgenden 256 Seiten präsentiert werden. Anschließend lenkt der Historiker Dr. Helmut Lensing (früher Wietmarschen, heute Greven) den Blick auf das Leben und das gesellschaftliche Engagement Karl Sauvagerds. Zum Abschluss bietet der Göttinger Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Dieter Stellmacher eine allgemeinverständliche Einordnung des sprachlichen Hintergrunds von Karl Sauvagerd.

Das Buch, das die Diplom-Designerin Simone van Nes aus Nordhorn gestaltet hat und das bei der Druckerei Hellendoorn in Bad Bentheim in einer Auflage von 3000 Exemplaren hergestellt wurde, ist ab Mittwoch, 25. September, zum Preis von 25 Euro erhältlich. Vorgestellt wird das Werk an jenem Tag während des Heimatabends der Heimatfreunde Neuenhaus (siehe Infokasten).

„De Tied blif Baas“ von Berend Vette und Klaus Vorrink, herausgegeben im Auftrag der Heimatfreunde Neuenhaus. ISBN 978-3-98183937-1. Preis: 25 Euro.

 

 
   
 
   

Platt Satt! - Festival

Die Emsländische Landschaft hält für den Herbst ein besonderes Kulturprogramm für das Emsland und die Grafschaft Bentheim bereit. Vom 19. bis zum 22. Oktober 2017 findet erstmals in mehreren Gemeinden der beiden Landkreise das plattdeutsche Festival „Platt Satt“ statt.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, den 19. Oktober 2017 in der Grund- und Oberschule Lathen. Dort laden die Musikpädagoginnen Saskia Spinder und Marlene Bucher Kinder und Erwachsene zum „Singen un danzen up Platt“ ein. Zu den Highlights des Festivals zählen ein Rudelsingen in Meppen und ein Märchenabend in Werlte. Zusätzlich geplant sind ein Kneipenquiz in Spelle, ein Liederabend in Emlichheim und ein Poetry Slam in Papenburg. Wer seine Sprachkenntnisse auffrischen möchte, kann außerdem einen Platt-Crashkurs in Nordhorn besuchen. Für Kinder bietet das Festival die Theateraufführung des Stücks „Snick un Waal“ in Papenburg und Neuenhaus. Theater gibt es auch im Professorenhaus in Lingen mit der Gruppe „Platt up Zack“. Am Sonntag, den 22. Oktober wird das Festival feierlich mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kapelle des Klosters Frenswegen beendet.

Landschaftspräsident Hermann Bröring sieht dem Festival freudig entgegen: „Das Festival passt sehr gut in unsere Region mit ihren vielen plattdeutschen Aktivitäten. Im Emsland und in der Grafschaft Bentheim ist die Sprache sehr lebendig und ein wichtiger Teil des Alltags. Das Festival möchte die Vielfalt des Plattdeutschen abbilden und ist ein Angebot für alle Altersgruppen.“

Für Auskünfte steht die Plattdeutschbeauftragte der Emsländischen Landschaft, Linda Wilken (Tel: 059314964213,     plattsatt@emslaendische-landschaft.de ), zur Verfügung. Den Flyer mit ausführlichen Informationen können Sie sich hier herunterladen.

 
   
   
 

 

 
Freuen sich auf das „Platt Satt“-Festival: Heimatbund-Geschäftsführer Josef Grave (l.), Plattdeutsch-Beauftragte Linda Wilken und Vorsitzender Hermann Bröring. Foto: Engelken  
   
   
 
   
GN 7.9.2019  

Kinder singen auf Plattdeutsch

Proben für Heimatabend

VELDHAUSEN

„Een, twee, dree – ik segg moin, wenn ik die seh. En gaat de Sünne up, dann bin’t wij all good drupp!“, singen die Kinder in der Mensa der Carl-van-der-Linde-Schule in Veldhausen. Marlene Bucher, Dozentin an der Musikschule des Emslandes, unterbricht die Musik und schaut in die Runde der 70 Dritt- und Viertklässler. „Gut drauf? Das sieht anders aus“, ruft sie. Und dann singen die Kinder noch einmal. Diesmal mit lauter und kräftiger Stimme. Jetzt stimmt’s. Jetzt geht buchstäblich die Sonne auf.

Gemeinsam mit Fenna Monske, die an der Grundschule die Plattdeutsch-AG leitet, bereitet Marlene Bucher die Kinder auf einen besonderen Auftritt vor. Am Mittwoch, 25. September, treten sie beim großen Heimatabend zur 650-Jahr-Feier der Stadt Neuenhaus im Festzelt auf dem Neumarkt auf. Und sie werden ein großes Publikum haben: Gut 800 der etwa 1200 Eintrittskarten sind bereits verkauft.

Die Kinder haben sich für die Probe extra ihre Jubiläums- Shirts übergestreift. Darauf zu lesen ist das Motto des Heimatabends „Hier bin wij to Huus“. Sie werden auf der Bühne plattdeutsche Lieder zum Besten geben. Mal alleine, mal gemeinsam mit Moderator Yared Dibaba und dessen Band „Die Schlickrutscher“. Zu den Höhepunkten wird ihre Version von „Danz up de Deel“ gehören. Die Kinder singen nicht nur, sie musizieren auch – und zwar mit Trommeln, Rasseln und mit selbst gebauten Instrumenten wie Flaschen- und Trichter- Tröten.

Bei der Probe in der Mensa ist auch Paul Mokry dabei, Bürgermeister der Stadt

Neuenhaus und selbst Veldhauser. „Ich bin begeistert“, sagt er und lobt die Heimatfreunde Neuenhaus, die den Festabend organisieren. „Für die Kinder ist das Singen plattdeutscher Lieder eine gute Gelegenheit, ein Gefühl für ihre Heimat zu entwickeln“, meint Paul Mokry.

Während des Festabends stellen die Heimatfreunde das neue Buch „De Tied blif Baas“ vor, das sich auf mehr als 450 Seiten dem Leben und Wirken des Neuenhauser Heimatdichters Karl Sauvagerd widmet und das ab dem 25. September erhältlich ist. Eintrittskarten für den Heimatabend sind zum Preis von 19,50 Euro pro Person im Bürgerbüro der Stadt Neuenhaus sowie bei den Heimatfreunden erhältlich. Einlass ist um 18 Uhr, Beginn um 19 Uhr.

Auf GN-Online gibt es einen Link zu einer Hörprobe. Einfach Online-ID @3400 im Suchfeld eingeben

oder

https://www.emsvechtewelle.de/neuenhauser-kids-proben-plattdeutsche-songs-fuer-stadt-jubilaeum/

Die Kinder, Eltern und Großeltern und die Lehrer wurden von Maria und Joachim Küpers zu dem Heimatabend eingeladen.

Die Heimatfreunde Neuenhaus bedanken sich für die großzügige Unterstützung.

 

Mit viel Engagement bereiten Marlene Bucher, Elke Hövels und Fenna Monske die Dritt- und Viertklässler der Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen auf den Heimatabend am 25. September vor.

 
   
   
 
   
   
Der Zug ist zurück
 
   
   

Nach 45 Jahren fahren wieder Personenzüge zwischen Bad Bentheim, Nordhorn und Neuenhaus.
Nur vier Jahre nach der Entscheidung des Landes, die Relation für den Nahverkehr zu reaktivieren, gab Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann am Mittwoch in Bad Bentheim offiziell den Startschuss für die Wiederaufnahme des Schienenpersonennahverkehrs.
„Egal ob auf dem Land oder in der Stadt: Mobilität ist für die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen ein Stück Lebensqualität. Wir wollen alle Regionen in den öffentlichen Personennahverkehr mit einbeziehen – vor allem auf dem Land braucht es hierfür eine gute Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Denn nur so stärken wir den Bahnverkehr in Niedersachsen“, betonte Althusmann. Besteller des Angebotes, das einen Fahrplan von jährlich 330.000 Kilometer umfasst, ist die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), die zwischen Nordsee und Harz den Nahverkehr auf der Schiene organisiert und dafür jährlich rund 300 Millionen Euro Ausgleichszahlungen an die Bahnunternehmen leistet.

Seit dem 6. Juli 2019 gibt es in der Grafschaft Bentheim endlich wieder eine Schienenverbindung für den Personennahverkehr. Zwischen den Bahnhöfen Bad Bentheim, Nordhorn und Neuenhaus verkehren stündlich in beiden Richtungen hochmoderne und barrierefreie Züge.

Wie auch immer die Zukunft aussehen mag: Die Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr, stellt einen Meilenstein für den Landkreis Grafschaft Bentheim dar und ist ein historisches Ereignis. Gelungen ist dieses Mammut-Projekt nicht zuletzt aus dem Grund, weil eine ganze Region dahinter stand sondern vor allem durch den persönlichen Einsatz und Motivator Joachim Berends, Vorstand BEB.

Danke Joachim

Einzelfahrschein Erw. 6.80 €
Einzelfahrschein Kind 6 - 14 J3.40 €
Hin-und Rückfahrt (HR) 11.60 €
Monatskarte147.30 €
Wochenkarte50.00 €
Monatskarte Schüler110.00 €
Wochenkarte Schüler37.50 €
Jahresumweltticket1473.00 €
Komfortzuschlag Ruftaxi Erwachsene pro Fahrt
Komfortzuschlag Ruftaxi Kinder pro Fahrt1.00 €
Rentner Aktiv Ticket Regio39.50 €

 
   
 
   
   
 
   

Post en Isenbahn

 

As noch de Post noa Linge föhrde,
Nordhoarn en Benthem – lang’ is’t her,
Dat was in’t vörige Joahrhunnert,
Soa völle weet et gar nich mehr.
Dat günk noch sachies en pleseerig!
De Postillion nömp Brewe an,
Satt up’n Buck met sien Trumpete,
De Kinder röpen: „Bloas is, Jan!“

Dann blös de Postillion en Leedtien,
Dat klingde uns soa moj en fien,
Wy meenden all: son Musikante
Gaff’t nargens, nich is in Berlin!
Löe stappden ut en stegen binnen,
By ieder Weertshus hölt de Post
Nen kotten Sett, men drünk sien Söpien,
De Postillion harr altied Dost.

Plaas harr de Post för seß Personen,
Man dann günk’t orig drünge to,
Men stottde met de Knee tehoape,
De Fraulöe schrewden mangs: „Oh,oh!”
Met d’ Post ne dicke Frau is föhrde,
De röp – t’ was orig worm in Mäi –
„Y drückt my ja kapott! En Mensche
Is soch gin Päckien Suckeräi!“

Völl kun’k noch van de Post vertellen:
Wenn se in’n Snee mangs faste satt,
Dann mussen alle hen te rümen,
Dat was nich moj, bedröwt was dat.
Dann sä’n de Löe wall: „Heere Menschen,
Wat uns allennig helpen kann,
Wat wy möt in de Groafschupp hebben,
Dat is ne moje Isenbahn!“

„Joa, joa, en Bähntien muß wy hebben!“
Soa röpen alle Dag vör Dag.
Men lange duurd’ et noch, bis endliks
De Kreisbahn kwamp met enen Slag.
t’ was achteenhundertseßennegentig,
Den Vertehnsten d’ Moand April,
Doar kwamp de erste Zug an Benthem –
Dat was doar en pleseerig Spill!

In Stadt, in Dorp en Burschupp frögen’s:
„Hebb’ Y dat glöön’ge Biest all sehn?
De Isenwagen sunder Peere?“
Nysgierig, o, was iedereen.
Aul’ Janne-Möje in de Klumpe
En Harm-Oahm met dat Been’ vull Gicht
Se strömden alle noa de Schienen
En gaapden doar met’t heel’ Gesicht.

„Wu kann’t, wu kann’t? O, wat en Wunder!
Wat is de Utfinding doch groat!”
Men met de nye Bahn te föhren,
Harr’n völle erst noch nich den Moot.
„Nee, nee“, sä Hinnerk-Oahm, de klooke,
“Bekekken he’ck dat Bähntien wall,
Metföhren? Nu, ick sall my wahren!
Nee, Hinnerk-Oahm is nich soa mall!
Son iesern Biest dat is kumpabel
En hault’ derdöar döar Buß en Sand,
En kump – well kann dat alles wetten –
In Afrika erst wer te Land!“ –

Men Hinnerk-Oahm, aul’ Janne Möje
En Hinnerk-Oahm, alle föhrt nu geern,
Möt se ok s’monnens üm halffieve
Noch halfversloapen ut de Feer’n.
Dat Bähntien is nich mehr te missen,
Et föhrt met Kracht en vullen Damp
By Sünnenschien, by Storm en Regen
Stramm noa Gronau en Emmelkamp. –

De Löe wot alle Dage klööker,
Met Schippe föhrt se döar de Lucht,
De Autos suset up de Stroaten,
Et sind nich völl’, de doarup pucht.
Men Luchtschipp, Autos de hebbt „Mucken“:
Mangs willt se en mangs willt se nich,
De Isenbahn dampt dör de Groafschupp,
Wenn ok de Snee hier foothoach ligg.

„Uns’ Isenbähntien bliff doch t’ beste!“
Segg doarüm hier ok iedermann,
To unse Bähntien hebb’s Vertrauen,
Hoch, hoch de Benth’mer Isenbahn!

C.v.d.L.

 
   
   
   
   

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

     
     
   
     

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet. 

     
 
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