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Die Burg zu Lage



Der Ursprung der Burg geht möglicherweise auf Karl d. Großen zurück, der überall im Sachsenland an strategisch wichtigen Punkten befestigte Meierhöfe anlegen ließ. Erstmals wird ein Ritter von Lage urkundlich im 12. Jahrhundert erwähnt. Im Jahre 1127 fiel ein Ritter von Lage in einer Schlacht bei Hardenberg/Holland.

Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Burg mehrmals belagert und mehr oder weniger zerstört. Das mag auch der Grund gewesen sein, weshalb der Ritter Hermann von Lage 1346 dem Bischof von Uetrecht die Burg mit allen Liegenschaften verkaufte.

Viel Freude hat der Bischof aber an Burg und Territorium nicht erlebt. Der Kaufpreis war so hoch, dass er ihn nicht bezahlen konnte. Das gab Streitigkeiten mit dem Vorbesitzer, in dessen Verlauf die Burg zerstört wurde. Der Bischof verpfändete Lage nun an die Herren von Coevorden.

1445 löste der damalige Bischof Lage wieder aus und ließ den Besitz durch einen Kastellan verwalten. Der stellte wieder Ordnung her und ließ die Burg neu errichten. Es muß ein imposanter Bau gewesen sein. Mehr als 665.000 Backsteine sollen verarbeitet worden sein, daneben wurde für die Fenster und die Schießscharten Bentheimer Sandstein verwendet.

1526 mußte Bischof Heinrich von Bayern seine weltliche Macht an Kaiser Karl V. abtreten. Für Karl V. und dessen Sohn Philipp, die seinerzeitigen Besitzer, war Lage ein weit abgelegener Posten ihres Weltreiches, mit dem sie sich durch keine Tradition verbunden fühlten. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Philipp, als er für den Krieg mit den Niederlanden Geld benötigte, Dietrich von Ketteler die Burg und weitere Liegenschaften in Lage verkaufte.
1591 wurde die Burg zum letzten Male wiederhergestellt.

Leider nur für kurze Dauer. Dietrich von Ketteler und sein Schwiegersohn de la Croix standen im 80-jährigen Krieg zwischen Holland und Spanien, als gute Katholiken auf Seiten Spaniens. Die Niederländer eroberten das Bollwerk und - als sie es vielleicht nicht mehr halten konnten - sprengten es 1626 in die Luft. Übrig blieb die heutige Ruine.

 
         
 

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August

Nu ströjd den sommer sienen segen
met vulle hande ower't land,
in ‘t satte gröön Staat busch en hegen
sä stark en köön an'n akkerrand.

De roggen- en de wäitengarwen
stäät nu up't land in riegen weer,
bunt willt de blomen all's noch farwen,
see löcht t döör al dat gröne döor.

Dat wormkruud steet door gäil te prunken,
as blinkend gauld, sä kloor en fien ; —
as dusend gauld- en sülwerfunken
glööjd morgendau in'n sünnensohien.

Noch blööjd't en glööjd't van alle sieden
in blau en wit en gel en rääd . . .
winkd ok den harwst al sacht van wieden:
noch strääld den vullen sommerstäät.

De früchte riept an alle kanten,
de häide blööjd, — et is ne pracht!
De vögel singt. En deer' en planten
sind rieklik nu met all's bedacht.

August. — Bij sünnenschien en regen
nemm' wij doch alles uut God's hand. —
Den sommer ströjd nu sienen segen
met vulle hande ower 't land!

 
         
         

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

         
         
     
         

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet. 

         
         
         
     
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