Plattdütsch in de Groafschup

 

 

   

Liebe Plattproater

das Thema Corona und Covid-19 nehmen wir weiterhin sehr ernst. Da uns die Gesundheit unserer Mitglieder am Herzen liegt haben wir eine große Bitte, haltet euch an die vorgeschriebenen Maßnahmen unserer Regierung, Abstand halten, Masken tragen und Kontakte mit mehreren Personen meiden. Nur dann können wir unseren Beitrag leisten, das weniger Menschen angesteckt und am Coronavirus sterben.

Über unsere Internetseite und der GN halten wir euch auf dem laufenden
Achtet auf Euch, seid behütet und bleibt gesund
.

 
   

Aktueller Stand Coronavirus

Erschreckende Zahlen
Achtet auf Euch, Heute 24.7.2020 1074 Neuinfektionen

 

23.07. Weltweit: Infektionen 15.230.436 Tote 624.264
23.05. Weltweit: Infektionen 5.232.452 Tote 340.114
14.04. Weltweit: Infektionen 1.886.175 Tote 119.766
01.04. Weltweit: Infektionen 860.000 Tote 42.341

23.07. Europa: Infektionen 2.909.227 Tote 205.948
23.05. Europa: Infektionen 1.956.755 Tote 173.402
14.04. Europa: Infektionen 933.159 Tote 81.341
01.04. Europa: Infektionen 465.000 Tote 30.452

23.07. USA Infektionen 3.957.224 Tote 142.988
23.05. USA Infektionen 1.608.183 Tote 96.336
14.04. USA Infektionen 581.344 Tote 23.596
01.04. USA Infektionen 189.126 Tote 18.763

23.07. Großbritanien Infektionen 3.957.224 Tote 142.988
23.05. Großbritanien Infektionen 257.154 Tote 36.675

23.07. Italien Infektionen 245.037 Tote 35.082
23.05. Italien Infektionen 229.327 Tote 32.735
14.04. Italien Infektionen 159.516 Tote 20.465
01.04. Italien Infektionen 105.792 Tote 12.428

23.07. Spanien Infektionen 267.551 Tote 28.426
23.05. Spanien Infektionen 234.824 Tote
14.04. Spanien Infektionen 170.099 Tote 17.756
11.04. Spanien Infektionen 158.273 Tote 16.081

23.07. Frankreich Infektionen 178.336 Tote 30.172
23.05. Frankreich Infektionen 144.306 Tote 28.332
14.04. Frankreich Infektionen 98.076 Tote 14.967

23.07. Brasilien Infektionen 2.227.514 Tote 82.177
23.05. Brasilien Infektionen 330.890 Tote 21.048

23.07. Deutschland Infektionen 204.484 Tote 9109
23.05. Deutschland Infektionen 179.850 Tote 8.261
14.04. Deutschland Infektionen 130.072 Tote 3.194
01.04. Deutschland Infektionen 71.800 Tote 775

23.07. Russland Infektionen 793.720 Tote 12.873 ?????
23.05. Russland Infektionen 335.828 Tote 3.388

23.07. Niederlande Infektionen 52.404 genesene Tote 6.139
23.05. Niederlande Infektionen 45.064 genesene Tote 5.811

23.07. Niedersachsen Infektionen 14.133 Tote 648
23.05. Niedersachsen Infektionen 11.521 Tote 571
14.04. Niedersachsen Infektionen 7.885 Tote 211
01.04. Niedersachsen Infektionen 4.348 Tote 43

23.07. Grafschaft Bentheim Infektionen 258 Tote 18
23.05. Grafschaft Bentheim Infektionen 235 Tote 17
14.04. Grafschaft Bentheim Infektionen 181 Tote 9

 
   

Landesregierung Niedersachsen

23.7.2020 Aktuelle Lage in Niedersachsen

Das Virus ist noch nicht besiegt. Wir wären aber keine Niedersächsinnen und Niedersachsen, wenn wir nicht versuchen würden, aus jeder Situation das Beste zu machen. Darum tun wir auch weiter das Richtige: Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen. Und vor allem: Wir helfen uns gegenseitig.

Die Landesregierung hat eine Kampagne gestartet, mit der die Menschen in Niedersachsen – in einer Phase geringerer Infektionstätigkeit und zunehmender Lockerungen – immer wieder an die weiterhin notwendigen Präventionsmaßnahmen erinnert werden. Das Motto der Kampagne lautet: „Wir sind stärker! Niedersachsen gegen Corona“.

Mit der Kampagne sollen die Menschen in Niedersachsen auf eine teilweise ironische Weise motiviert werden, maßgebliche Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung weiter zu befolgen, um die erreichten Fortschritte nicht zu gefährden. Die Kampagne möchte nicht belehren oder bevormunden. Die Menschen sollen sich möglichst freiwillig und aus Überzeugung auch weiterhin an die Corona-Regeln halten.

Die Niedersächsinnen und Niedersachsen sollen in möglichst vielfältiger, fantasievoller Weise immer wieder daran erinnert werden, sich und andere vor einer Infektion durch das Coronavirus zu schützen. Es soll Verständnis geweckt und aufrechterhalten werden für die wahrscheinlich über eine längere Zeit hinweg notwendigen Beschränkungen direkter Kontakte. Außerdem soll der Zusammenhalt in Niedersachsen gestärkt und zu gegenseitiger Unterstützung aufgefordert werden.

 
   

 

HÖB Papenburg lädt zum Plattdeutsch-Seminar ein
Ein Wochenende lang prooten, schnacken und küren

Von Samstag, den 15. August bis Sonntag, den 16. August findet in der Historisch-ökologischen Bildungsstätte Papenburg (HÖB) das Seminar „Trau di wat, proot op Platt“ statt. Das Angebot richtet sich an alle, die Plattdeutsch sprechen oder Lust haben, die Sprache ungezwungen auszuprobieren. „Es geht darum, sich in dieser veranstaltungsarmen Zeit etwas Gutes zu tun, kreativ zu werden und mit anderen Plattprootern ins Gespräch zu kommen“, so Referentin Helena Brune. Sie hat das Seminar gemeinsam mit Linda Wilken von der Fachstelle Plattdeutsch der Emsländischen Landschaft ausgearbeitet.

Das kurzweilige Programm wird unter gewissenhafter Einhaltung der Hygieneregeln und mit begrenzter Teilnehmerzahl durchgeführt. Zum Angebot gehören Gesang und Bewegung im Freien, Märchen und Geschichten sowie eine Kreativwerkstatt. Dabei kommen Entspannung und Geselligkeit nicht zu kurz.

Die Teilnahmegebühr für das Seminar inklusive Materialkosten, Übernachtung und Verpflegung beträgt 70,00 Euro. Das zweitägige Seminar ist Teil des Sommerprogramms der HÖB Papenburg.

Anmeldung und weitere Informationen unter:

Historisch-Ökologische Bildungsstätte
Spillmannsweg 30
26871 Papenburg
Telefon: 0 49 61 / 97 88 - 0
Internet: www.hoeb.de
E-mail: info@hoeb.de

 
   

Liebe Arbeitskreis-Mitglieder,

wir leben gerade in turbulenten Zeiten. Wann wir wieder zusammen kommen und das Thema „Plattdeutsch“ verstärkt in den Fokus rücken kann, ist unklar. Auch den Schultheatertag  am 15. Mai  für die Grafschaft Bentheim musste ich absagen, die Durchführung des Schoolmesterdages in Lingen ist fraglich.

Trotzdem haben wir uns eine Aktion überlegt, die vor allem Freude und Anregung schenken möchte. Wir laden Künstler und andere Akteure aus der Region unter dem Motto „Platt för to Huus“ ein, uns plattdeutsche Videos aus ihren Wohnzimmern zu schicken. Diese werden alle zwei Tage auf der Facebook-Seite der Emsländischen Landschaft gepostet. Mittlerweile habe ich einige Videos mit Geschichten, Gedichten, Märchen, Liedern und Witzen gesammelt und stelle diese nach und nach ein. Die Resonanz ist enorm, die Videos werden vielfach geklickt und geteilt. 

Vielleicht möchtet ihr auf die Aktion aufmerksam machen oder euch sogar selbst mit einem Handyvideo beteiligen und z.B. einen Text im Grafschafter Platt vorlesen. Der  Versand kann unkompliziert über Mail oder WhatsApp erfolgen. Ich würde mich freuen! 

Die bis jetzt geposteten Videos findet ihr (auch wenn ihr nicht bei Facebook angemeldet seid) unter:  https://www.facebook.com/ELLandschaft/

Viele Grüße und passt auf euch auf!

Linda Wilken M.A.

 

Gemeinschaftsaktion „Platt för to Huus“ startet
Emsländische Landschaft zeigt plattdeutsche Onlinevideos und lädt zum Mitmachen ein

Kulturelle Veranstaltungen wurden zur Bekämpfung des Corona-Virus abgesagt und auch andere Bereiche des öffentlichen Lebens sind fast vollständig heruntergefahren worden. Davon betroffen sind auch plattdeutsche Theatergruppen, Musiker und Autoren, die ihre Auftritte absagen oder verschieben mussten. Darum bietet die Emsländische Landschaft nun einen Service für Menschen in der Region an, die nicht auf plattdeutsche Lieder und Geschichten verzichten möchten. „Mir ist bewusst, dass wir aktuell viele andere Sorgen haben. Trotzdem dürfen wir die gemeinschaftsstiftende Kraft der plattdeutschen Sprache nicht unterschätzen. Diese Kraft können wir momentan gut gebrauchen.“, so Landschaftspräsident Hermann Bröring.

Im Rahmen der Aktion „Platt för to Huus“ werden auf der Facebook-Seite der Emsländischen Landschaft regelmäßig Videos plattdeutscher Künstler und anderer Akteure gepostet. Den Anfang machte der Liedermacher Matthias Jan Brungers, der den Song „Bliev to Huus“ beisteuerte. Linda Wilken von der Emsländischen Landschaft erzählt: „Matthias und ich sind schon längere Zeit Facebook-Freunde und als ich ihm von meiner Idee erzählte, hat er innerhalb von wenigen Stunden den Song geschrieben, mit der Handykamera aufgenommen und mir zugeschickt.“ Mittlerweile wurde das Lied von mehr als 6000 Menschen angehört und vielfach geteilt. Weitere Videos werden nun folgen. Daher lädt die Emsländische Landschaft dazu ein, sich an der Aktion zu beteiligen. „Wer mitmachen möchte, kann mich kontaktieren und mir nach Absprache seinen Beitrag zusenden.“ Das könnten kurze Handyvideos mit Liedern, Geschichten, Witzen, Märchen oder Gedichten sein und müssten keinen Profi-Ansprüchen genügen, so Wilken. Wichtig sei es, Freude und Anregung zu schenken und zusammen etwas auf die Beine zu stellen.

Interessenten können sich unter wilken@emslaendische-landschaft.de oder unter Tel. 05931 4964213 melden.

Bildunterschrift: Gemeinsam „löppt sik allns weer torecht“, ist sich Linda Wilken sicher (Foto: Emsländische Landschaft).

Fachstelle Plattdeutsch
Emsländische Landschaft e. V. 
für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim
c/o Bibliothek des Emsländischen Heimatbundes e. V.
Am  Neuen Markt 1
49716 Meppen
Telefon:  (05931) 4964213
Telefax:  (05931) 49 64 229
www.emslaendische-landschaft.de

 
   

Zehn Jahre „Plattsounds“

Bis 30. September können sich Interpreten bewerben

MEPPEN Besondere Klänge zu einem besonderen Jubiläum: Zum zehnten Mal findet am Sonnabend, 21. November, der plattdeutsche Bandcontest „Plattsounds“ statt, für den sich Bands und Einzelmusiker bewerben können. Gesucht werden junge Musiker aus Niedersachsen, die Songs aus Rock, Pop, Hip-Hop, Urban, Electro, Punk, Reggae, Metal oder Singer/ Songwriter in der Sprache Platt performen möchten.

Beim Finale im Kulturzentrum „Alte Polizei“ in Stadthagen treten zehn Finalisten auf und wollen zeigen, wie gut Plattdeutsch und moderne Musik zusammenpassen. „Wir bleiben zunächst einmal optimistisch, dass der Bandcontest stattfinden kann und hoffen auf viele Bewerber aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim“, sagt Linda Wilken, Referentin für Plattdeutsch bei der Emsländischen Landschaft. „Der ,Plattsounds‘-Bandcontest ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte“, sagt Stefan Meyer, Plattdeutsch-Referent bei der Oldenburgischen Landschaft. „Zum Projektstart wussten wir nicht, ob Jugendliche Lust haben, Musik auf Platt zu machen

– zehn Jahre später sind fast 200 neue und moderne Songs in der Sprache entstanden. Das ist eine große Bereicherung für die plattdeutsche Kulturszene und zeigt, wie beliebt Plattdeutsch bei Jugendlichen ist.“ Von Aurich bis Wolfenbüttel, von Celle bis Vechta – seit dem Start von Plattsounds im Jahr 2011 standen rund 90 junge Bands aus 40 kleinen und großen Orten in ganz Niedersachsen an den Final-Abenden auf der Bühne, Hunderte wollten mitmachen und haben sich beworben. Teenager und Twens aus plattdeutschen Hochburgen wie Ostfriesland oder Oldenburg, aber auch aus Regionen, in denen kein Platt gesprochen wird, wollten sich an der Sprache versuchen.

Wer teilnehmen will, muss nicht unbedingt Plattdeutsch können. Das ,Plattsounds‘Team fertigt, falls gewünscht, Übersetzungen für die Bewerber an und unterstützt auch mit der Aussprache. Bis Mittwoch, 30. September, können sich Bands und Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf www.plattsounds.de bewerben.

Die Bewerbung kann zunächst auch mit einem anderssprachigen Lied erfolgen. Im Finale kann aber nur auftreten, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt. Etwa zehn Finalisten werden am 21. November im Stadthagener Kulturzentrum „Alte Polizei“ mit jeweils

einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger. Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ ( www.plattis-cool.de ) umsetzen.

Informationen: www.plattsounds.de , facebook.com/ plattsounds.bandcontest

 
   

GN vom 11.12.2019

Plattdeutsch wird Studienfach
Niedersachsen will gefährdete Sprache stärker fördern / Lehrstuhl in Oldenburg geplant

 

Von Klaus Wieschemeyer und Marie Busse

HANNOVER

Plattdeutsch gehört fest zu Norddeutschland. Doch angesichts der Vorherrschaft des Hochdeutschen steht die Regionalsprache unter Druck. Niedersachsen will das Platt nun stärker in den Schulen fördern.

Die Landesregierung hat angekündigt, sich stärker für den Erhalt der „kleinen Sprachen“ Plattdeutsch und Saterfriesisch zu engagieren. Insbesondere in der Schule sollen die Regionalsprache Niederdeutsch und die Minderheitensprache Saterfriesisch gefördert werden. Die Neuauflage eines entsprechenden Erlasses fördert nicht nur die Einstellung von Lehrkräften mit entsprechender Zusatzqualifikation, sondern fordert auch Sprachbegegnungen, die Aufnahme regionaler und regionalsprachlicher Bezüge in den Unterricht.

Plattdeutsch soll künftig als grundständiges studierbares Unterrichtsfach ausgewiesen werden, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) unserer Redaktion. Das Ministerium

hat dafür 350 000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt. An der Universität Oldenburg wurde bereits ein erstes Grobkonzept dafür erstellt und eine Professur ausgeschrieben. Die Suche nach einem Lehrstuhlinhaber läuft derzeit.

Der Lehrstuhl soll darüber hinaus mit zwei ganzen und zwei halben Stellen ausgestattet werden. Für den Haushalt 2020 sind zwei weitere Stellen vorgesehen. Bis der Lehrstuhl läuft, kann es noch ein wenig dauern, doch Thümler sieht die Sprachförderung auf einem guten Weg. Denkbar ist, dass sich das Plattdeutsche als Nebenfach bei Lehramtsanwärtern etabliert, die nach dem Studium gerne in ihre Region zurückkehren wollen.

Schon jetzt gibt es landesweit 90 Projektschulen für Plattdeutsch in Niedersachsen. Diese erhalten maximal drei Schuljahre lang ein bis drei Unterrichtsstunden zur Einbindung der Regionalsprache in den Unterricht beziehungsweise in den Schulalltag. 24 Beratungskräfte arbeiten im Bundesland für die Förderung der Regionalsprachen, meist in der Grundschule oder der Sekundarstufe.

Es gibt einen plattdeutschen Lesewettbewerb, die Aktion „Freedag is Plattdag“ (Freitag ist Plattdeutschtag) und ein Heft mit der Geschichte der „Lüttje Muss“ (kleine Maus) in verschiedenen Platt-Varianten.

Auch an Schulen in der Region wird Plattdeutsch gefördert. Doch die Sprache hat gelitten: „Plattdeutsch hatte jahrzehntelang einen schweren Stand“, sagt Josef Grave von der Emsländischen Landschaft. Mittlerweile werde Platt im Alltag jüngerer Menschen kaum gesprochen. Einige Ausnahmen gibt es: Zu ihnen zählt Keno Veith, der mit seinen plattdeutschen Videos Tausende Nutzer erreicht. Sorgen um die Sprache macht er sich trotzdem.

 
   

Entspanntes Verhältnis zur Sprache: Heute gibt Marie Busse ihren Kollegen Tipps, wie plattdeutsche Begriffe ausgesprochen werden. Foto: Michael Gründel


Die-Carl-von-Ossietzky-Universitaet-in-Oldenburg-an-der-bald-Plattdeutsch-gelehrt-wird

 
   

De Rogge blööjd

Nu jag de worme Juniwind
Pollenwolken owert gröne Halmenmeer,
lacht bliede as bi ’t spöll ’n kläin Kind,
puust as ’n guden Geest de Frucht in ieder Öör

De Pöppelboem’ an ’n Wegesrand
smiet’t gedürig witte Wull’ up ’t Roggenfeld.
Den Himmel hault segnent siene Hand,
preekt van Noegstenleewd ’ en Freden up de Welt.

En ’ n häil’gen Franz sien’n Sünnensang
summet sachte dusend lichte Sülwerwell’n
segg’t ’ n Schepper al van Hatten Dank,
kalm en röstig ruuschet frische Lewenskwell’n.

Lechtgriese Wölkies an’t Azur
wandert ower ’ n Meer, wat wös ut ’ t Eerdenriek.
Vöör Bliedschup springt de heel Natuur,
Lucht is vul van Örgelklang en Feestmusik.

Heinrih Kuiper

 
   

Plattdeutsch in der Pflege

Neues Zertifikat für Pflegeheime kommt

BREMEN „Allns warrt goot“ – Mit Plattdeutsch können Pflegekräfte im Norden einen anderen Zugang zu ihren Schützlingen bekommen. Denn die hören die Muttersprache gern – selbst wenn es nur ein paar Brocken sind.

Plattdeutsch kann in Norddeutschland eine große Hilfe in der Pflege sein. Viele alte Menschen und Demenzkranke fühlen sich in ihrer Muttersprache besser angesprochen. Initiativen für „Plattdüütsch inde Pleeg“ gibt es deshalb in mehreren Bundesländern. Das Länderzentrum für Niederdeutsch in Bremen ergänzt sie nun mit dem „PlattHart“, einem neuen Zertifikat, um das sich Pflegeeinrichtungen bewerben können. Das Länderzentrum für Niederdeutsch in Bremen wird von Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein finanziert. Auch mit Mecklenburg-Vorpommern wird kooperiert.

„Ich habe oft gemerkt, ich erreiche die Menschen auf Platt besser“, sagte Jan-Bernd Müller (32) der Deutschen Presse-Agentur. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Länderzentrums ist im Emsland mit Plattdeutsch aufgewachsen und hat Gerontologie studiert, also die Wissenschaft vom Altern. „Demenzkranke fallen im Lauf der Zeit in ihre Muttersprache zurück“ – das ist seine Erfahrung aus der Arbeit in Altenheimen. „Es ist wie eine Bibliothek, in der das letzte Buch, das stehen bleibt, die Muttersprache ist.“ Um das Zertifikat zu erhalten,

sollen Altenpflegeeinrichtungen den Gebrauch von Niederdeutsch in ihr Leitbild aufnehmen. Ein Teil der Körperpflege, der Betreuung, auch der Seelsorge soll auf Platt stattfinden. Und jedes Heim soll mindestens eine hauptamtliche Kraft mit Plattdeutsch- Kenntnissen aufweisen. Die Einrichtungen hätten sehr unterschiedliche Träger, sagte Christianne Nölter, die Leiterin des Länderzentrums. Beim „PlattHart“ gehe es darum, ihnen einheitliche Kriterien an die Hand zu geben.

Nach Müllers Erfahrung sind viele Pflegerinnen und Pfleger motiviert, Plattdeutsch in der Arbeit anzuwenden. „Wenn Pflegekräfte merken, dass sie damit einen Zugang zu ihren Patienten bekommen, dann lernen sie das.“ Sie müssten dazu nicht die ganze Sprache beherrschen, einzelne Wörter, Sätze und Redensarten reichten oft aus. Ein Wörterbuch solcher Ausdrücke haben der Landkreis Oldenburg und seine Berufsschulen schon 2014 zusammengestellt. Von der Broschüre „Plattdeutsch in der Pflege“ seien bereits 12.000 Exemplare verteilt worden, sagte Hella Einemann-Gräbert, eine der Autorinnen.

„Wo geit Se dat?“ (Wie geht es Ihnen?) heißt es darin, „Fallt dat Sluken swoor?“ (Fällt das Schlucken schwer?). Es geht um „Blootdruck“ (Blutdruck), „Liefkeel“ (Bauchschmerzen), „Hosten“ (Husten). Es fehlt auch nicht die freundliche Aufmunterung „Dat warrt beter, dat duert sien Tiet“ (Das wird besser, das braucht seine Zeit).

Einemann-Gräbert hat an der Berufsschule in

Wildeshausen unterrichtet. Dort gibt es nicht nur plattdeutschen Sprachunterricht für angehende Pflegekräfte, auch ein Teil des Fachunterrichts findet auf Platt statt. An der Ursula-Kaltenstein- Akademie der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Bremerhaven werden ebenfalls Pflegekräfte in Plattdeutsch geschult.

Müller und Nölting setzen sich für ihr Plattdeutsch ein, aber sie sehen das Zertifikat auch als Konzept, das man auf andere Sprachen anwenden könnte. Pflegeeinrichtungen sollten auf viele Muttersprachen eingerichtet sein, auf Fremdsprachen, Minderheitensprachen oder Dialekte, sagte Müller.

dpa

Die Broschüre „Plattdeutsch – Sprache des Herzens“ hält Jan-Bernd Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Länderzentrum für Niederdeutsch, in den Händen. Der Einsatz von Plattdeutsch in der Pflege soll vom Länderzentrum mit einem Zertifikat für Pflegeeinrichtungen gefördert werden. Foto: dpa

 

 
   

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

     
     
   
     

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet. 

     
 
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