Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

 

 

Dezember

Sacht en möde geht dat Johr

mett Dezember nu to Ende.

Glück en Elend, licht en swoor,

wat vör’n Johr doch nüms noch kennde,

dat ligg achter uns, - vörbij! –

En dat Johr beginnt up ‘t nij‘ …

Vör uns latt dat Johr soa lang,

vör uns latt soa lang dat Lewen,

men bij ‘t Lüü’n, bij ‘n Klokkenklang,

froag wij doch: woor is et bleewen?

Hadde, hadde lopp de Tied,

wat vörbij is, bin wij quiet.

Wiehnachtsklokken, Winterweer

will Dezember uns weer brengen;

en Nijjohr all hopp wij weer,

dat de Dage gaww‘ söllt längen …

En wij hoppt, dat is doch kloor,

up en nijt en – better Johr!

(Karl Sauvagerd)

 

 

Wienachtsbliedschup

Wij könnt ok dit joor weer de christnacht fieren,

to huus, met kerssenschien en dannengröön,

wij könnt ok weer de aulen leeder singen,

en dorüm kön en söl wij bliede we’n. (wee‘n?)

 

Wij hebt noch sat te etten en te drinken

en kleed’t uns worm en guud van kop tot teen.

Wij hebt te brannen, hoowd gin küülte lieden,

ok doorföör kön en söl wij dankbar we’n.

 

Men dat bij alle düsternis up eerden

dat lecht van bowen schiend, föör elk te seen,

dat owerstraald doch all’s, dat is dat beste,

drüm kön wij bliede en ok dankbar we’n.

(Karl Sauvagerd)

 

 

 

 

 

 

 
   
   

 

 
   
 
   

Wir freuen uns

Im Norden wird Platt geschnackt. Das kann man auch mit einem neuen Schulbuch lernen. Aber bei manchenm Plattdeutsch-Sprecher heißt es Proten oder Kören.

Bremen. Ein neues Plattdeutsch-Lehrbuch soll Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe für die traditionelle norddeutsche Sprache begeistern. Das Schulbuch "Snacken. Proten. Kören" schließe eine Lücke zwischen Lehrwerken für die Grundschule und denen für Erwachsene, sagte Christianne Nölting, Leiterin des Länderzentrums für Niederdeutsch in Bremen. "Weil Plattdeutsch immer weniger im häuslichen Umfeld gesprochen wird, hält die Vermittlung der Sprache glücklicherweise mehr und mehr Einzug in die Schulen", teilte das Länderzentrum als Herausgeber mit.

Das vom niedersächsischen Kultusministerium geförderte Schulbuch ist gedacht für die Sekundarstufe I, also die Klassen fünf bis zehn. Die Landesschulbehörden bieten das Buch in Fortbildungen Lehrerinnen und Lehrern in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, und Schleswig-Holstein an.

Im niederdeutschen Sprachraum wird regional sehr unterschiedlich gesprochen. Das Buch geht aber von der einheitlichen Schreibweise des Hamburger Sprachwissenschaftlers Johannes Saß (1889-1971) aus. Der Titel nimmt die regionalen Unterschiede auf. Snacken, Proten und Kören bedeutet jeweils Sprechen. Snacken oder Schnacken sagt man im Norden des Sprachraums, Proten im Nordwesten von Niedersachsen Richtung Niederlande. Im Süden von Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen heißt es nach Nöltings Angaben Kören.

© dpa-infocom, dpa:210502-99-435646/2

 
   

Liebe Freunde der plattdeutschen Sprache !

Das Thema Corona und Covid-19 nehmen wir weiterhin sehr ernst. Da uns die Gesundheit unserer Mitglieder am Herzen liegt haben wir eine große Bitte, haltet euch an die vorgeschriebenen Maßnahmen unserer Regierung, Abstand halten, Masken tragen und Kontakte mit mehreren Personen meiden. Nur dann können wir unseren Beitrag leisten, das weniger Menschen angesteckt und am Coronavirus sterben.

Ab 01.12.2020 die Corona NEWS unter

"dat naijste "

Über unsere Internetseite und der GN halten wir euch auf dem laufenden.

 

 
   
   
   

 

Das Kinderparadies im Waldbad Uelsen

Wer kennt das als Mutter nicht: Die Kleinen wollen beschäftigt werden und das möglichst den ganzen Tag am Stück. Puh, das ist oftmals anstrengend und eine echte Herausforderung.

Jede Mutter kennt das.. Damit ich mal ausspannen kann und auf andere Gedanken komme, hat mein Mann mir vor kurzem ein aktuelles Buch aus der Bestseller-Liste geschenkt. Das war gut gemeint, es stellte sich nur die Frage, wann ich die Zeit finde, mich länger auf das neue Buch zu konzentrieren. Als Mutter komme ich erfahrungsgemäß vor 22.00 Uhr nicht dazu, mich in Ruhe hinzusetzen und zu lesen. Das Problem dann ist nur, dass mir nach zwei gelesenen Sätzen die Augen zufallen.
Meine Kinder stehen wieder einmal fordernd vor mir und fragen, was denn heute auf dem Action-Programm steht. Spontan entscheide ich mich für das Waldbad in Uelsen. Es ist Sommer, das Wetter sonnig und warm und die Voraussetzungen für’s Waldbad einfach perfekt

Vollgepackt mit sieben Sachen..

Wir packen schnell unsere Schwimmsachen inklusive Schwimmflügel und Kekse – es kann  losgehen. Im letzten Moment fällt mir mein neues Buch ein und es landet obenauf in der Badetasche. Mit der Aussicht auf eine Lesezeit im Freibad freue ich mich noch mehr auf den Ausflug.
Dank Navi und guter Ausschilderung ist das Waldbad schnell gefunden. Den Namen trägt es übrigens zu Recht, denn es liegt mitten in der Uelser Hügellandschaft mit einem schönen alten Baumbestand. Wir erreichen gegen 11 Uhr das Freibad und es sind schon viele Parkplätze belegt. Die Parkplatzsuche stellt trotzdem kein Problem dar.

Kinderfreundlich ist es auf jeden Fall.

An der Kasse zahle ich den Tagespreis von 2,50 € für meine große Tochter und für mich 4 €. Meine zweijährige Tochter hat freien Eintritt. Aufgefallen ist mir am Eingang ein Hinweisschild mit dem Logo „Kinderferienland Niedersachsen“. Dieses Qualitätssiegel bedeutet, dass das Schwimmbad als besonders kinderfreundlich eingestuft wurde. Diese zusätzliche Info ist für den Start in’s Schwimmvergnügen auf alle Fälle wertvoll.

Meine große Tochter entdeckt sofort ihr erstes Ziel und ruft begeistert: „Mama, guck mal, eine riesige gelbe Rutsche! Und weiter hinten auch noch eine lange blaue Rutsche. Da muss ich hin!“ Das ist der Ansporn, sich schnell umzuziehen und dann gibt es kein Halten mehr für meine große Tochter: Ab geht es für sie ins Rutschenparadies.

Auch für Erwachsene gibt es hier was.

Mit meiner kleinen Tochter sehe ich mich noch ein bisschen genauer im Waldbad um. Eine große Liegewiese lädt zu Sport am Klettergerüst, beim Fußball-, Tischtennis- oder Basketballspielen ein. Entspannen kann man auf der großen Liegewiese natürlich auch. Im Kleinkindbereich fallen mir die bequemen Sonnenliegen auf  und dort machen wir es uns gemütlich.

Da auch ich das kühle Nass genießen will, statte ich meine Kleine mit Schwimmflügeln aus und wir stürzen uns in das 50 Meter lange Schwimmerbecken. Meine Tochter will immer wieder in den Strömungskanal, denn sich dort treiben zu lassen findet sie besonders lustig.

 

Rutschenspass!

Meine große Tochter höre ich plötzlich rufen: „Mama, guck mal!“ Sie steht oben auf der
Breitrutsche (23 m x 4 m)und saust jauchzend ins erfrischende Wasser.
Danach ist für die Kinder Zeit für eine Pause! Die Große entscheidet sich am Kiosk für ein Eis und gemeinsam entspannen wir uns auf unseren Sonnenliegen. Die Ruhe währt nicht lange, denn meine große Tochter hat keine Zeit zu verlieren: „Mama, jetzt muss ich auf die blaue Rutsche. Die ist total lang, 75 m, und dort zu Rutschen macht voll Spaß!“ Schwupps und da ist sie schon wieder verschwunden.

Meine Kleine vergnügt sich mittlerweile im Kleinkinderbereich. Sie ist dort gut aufgehoben. Das Wasser ist warm und die Spielgeräte motivieren die Kinder zum Spiel mit dem Wasser. Von meiner Sonnenliege aus kann ich genau beobachten, wie viel Spaß sie mit den unterschiedlichen Wasserspielgeräten hat.

Tja, und plötzlich stelle ich mir die Frage, was ich jetzt machen könnte…
Sofort schnappe ich mir mein neues Buch und kann entspannt lesen. Man glaubt es kaum, aber ich schaffe vier komplette Kapitel ohne Unterbrechung. Die Zeit vergeht wie im Flug und irgendwann kommt meine große Tochter angerannt. Sie hat ein Mädchen im Schlepptau, das sie im Waldbad kennengelernt hat. Sofort fragt sie: „Mama, das ist Nele und sie ist morgen wieder hier! Können wir auch wieder hierherkommen?“

Aber gerne! Der Tag im Waldbad ist erlebnisreich für die Kinder und total entspannend für mich.
Zudem sind einige paar Kapitel im Buch noch ungelesen und ich freue mich schon auf’s
Weiterlesen.

 

 
 

 

 

 

Niedersachsen dreht auf - Neues Corona-Sonderprogramm für Solo-Selbstständige und Kultureinrichtungen

Das Land Niedersachsen hat ein neues Programm zur Förderung der Solo-Selbständigen in der Kultur aufgelegt. Insgesamt 10.000.000 € stehen dafür landesweit zur Verfügung. Das Programm mit dem Titel „Niedersachsen dreht auf“ schließt öffentlich-rechtliche Körperschaften von der Förderung aus und beschränkt sie auf juristische Personen des Privatrechts sowie natürliche Personen; Gemeinnützigkeit ist keine Fördervoraussetzung. Kommunale und kirchliche Einrichtungen werden daher nur an der Förderung teilhaben können, wenn diese über einen Förderverein o. ä. durchgeführt wird. Es gilt eine Bagatellgrenze von 1.500 €.  Anträge können je nach Förderlinie ab sofort gestellt werden.

Grundbedingung ist, dass die beantragenden oder beauftragten Solo-Selbständigen aufgrund der COVID-19-Pandemie im Zeitraum ab März 2020 von den pandemiebedingten Einschränkungen betroffen waren. Weitere Informationen finden Sie  hier .

Niedersächsisches Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen

Um kleine Kultureinrichtungen zielgerichtet zu unterstützen, hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) ein 2,5 Millionen Euro umfassendes Investitionsprogramm auf den Weg gebracht. Davon werden 1,5 Millionen Euro direkt über die Landschaften und Landschaftsverbände vergeben; eine Million Euro vergibt das MWK. Mehr Informationen finden Sie  hier .
Die Antragsunterlagen für Anträge an die Emsländische Landschaft stehen unter Förderanträge & Downloads zur Verfügung.

BKM Förderprogramme

Außerdem bieten mehrere  BKM-Förderprogramme Unterstützung an. Informationen zu diesen Programmen finden Sie  hier  und  hier .

 

Die Emsländische Landschaft e. V. für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim fördert kulturelle Bildung, kulturelles Leben sowie regionalbezogene Forschung in all ihren Facetten. Was bedeutet das konkret? Im Wesentlichen befasst sich der Verein mit zwei Schwerpunkten.

Regionale Kulturförderung

Die  Kulturförderung  richtet sich an Künstler und Kulturschaffende, Vereine, Gruppen und auch Einzelpersonen. Kurz: an jeden, der sich durch kulturelles oder künstlerisches Engagement in der Region hervortut. Durch  Künstlerstipendium  und  Schülerpreis  sowie die  Landschaftsmedaille hat die Emsländische Landschaft vielerlei Möglichkeiten, kulturelle Vielfalt zu fördern und zu entwickeln. Dabei setzt das zur Landschaft gehörige theaterpädagogische Zentrum in Lingen kulturpädagogische Akzente.

Landesgeschichtliche Forschung und Familienforschung

Namhafte Wissenschaftler und Experten haben sich mit interessierten Bürgern zu Fachgruppen und Arbeitskreisen zusammengeschlossen und erörtern wissenschaftliche Fragestellungen mit regionalem Bezug. Beispielsweise konnte der  Arbeitskreis Geschichte  bereits 24 Bände der  Schriftenreihe „Emsland/Bentheim. Beiträge zur Geschichte“  veröffentlichen. Diese und weitere Bücher können unter " Publikationen " online bestellt werden.

In diesem Sinne: Veel Spaaß un munter hollen!

 
   
 
   
 
   

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet.