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Plattdütsch in de Groafschup
 
     
 

Ootmarsum

 
     
 
 
     
 

Ootmarsum ist ein Ort in der Region Twente . Er gehört zur Gemeinde Dinkelland in der niederländischen Provinz Overijssel . Die Einwohnerzahl beträgt rund 4500 (Stand: 1. Januar 2017).

Geschichte
Für das Jahr 917 ist der Tod des Bischofs Radbod von Utrecht in Ootmarsum nachgewiesen. Zu der Zeit stand auch schon eine kleine Kirche oder eine Kapelle im Ort. Als Knotenpunkt für den Handel von West-Nederland nach Norddeutschland gewann der Ort an Bedeutung und erhielt 1314 Stadtrechte , was das Recht auf Abhaltung eines Jahrmarkts sowie den Bau von Verteidigungsanlagen beinhaltete. Um 1600 wurden die Verteidigungsanlagen zusammen mit zwei Stadttoren abgerissen. Oomarsum erlangte auch als Verwaltungszentrum Bedeutung. Es beherbergte den bischöflichen Lehnhof sowie die Kommende des Deutschen Ordens . Von der industriellen Revolution konnte der Ort wegen fehlender Verkehrsanschlüsse kaum profitieren – weder Kanal noch Eisenbahn führten durch Ootmarsum. Daher hat die Stadt bis heute ihr mittelalterliches Aussehen erhalten. Am 22. März 2001 wurde der bis dahin selbständige Ort in die Gemeinde Denekamp eingegliedert.

Tourismus
Heute ist Ootmarsum mit seinen vielen Galerien als Kunststadt des niederländischen Ostens bekannt. Führend ist hierbei der niederländische Maler Ton Schulten , der 2013 mit großem Aufwand ein zentral im Ort gelegenes Kunstmuseum errichtet hat.

Sehenswürdigkeiten
Rathaus

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/4c/Ootmarsum_Rathaus.jpg/150px-Ootmarsum_Rathaus.jpg

Das zweistöckige Gebäude stammt aus dem Jahr 1777. Das Walmdach trägt einen oktogonalen Dachreiter mit Uhr. Die dreiachsige Nord-Ost-Fassade mit Ecklisenen weist Zierelemente in den Formen des Rokoko auf. Über dem von Lisenen eingefassten Eingangsportal ist das Stadtwappen zu sehen, das von zwei Löwen gehalten wird.

 Cremershaus

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Das Kaufmannshaus aus dem Jahre 1656 steht an der Marktstaat 3. Es wurde als Fachwerkhaus errichtet, erhielt aber dann einen backsteinernen Vorgiebel in Stufenform mit Voluten und weiteren Zierelementen aus Bentheimer Sandstein .

Drosthoes

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An der Walstraat steht ein kleines Haus, das sich durch einen Dachreiter mit Glocke sowie einen Volutengiebel von den Nachbargebäuden absetzt. Die Backsteinfassade wird durch Sandsteinelemente ergänzt. Die zweiflügelige Oberlichttür ist portikusartig umrahmt. Hier war der Sitz des Drosten von Twente, des Vertreters des Landesherren, dem auch die Rechtsprechung oblag.

Römisch-katholische Kirche (H. H. Simon en Judaskerk)

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Das Gebäude wurde in den Jahren 1196 bis 1220 aus Bentheimer Sandstein errichtet. Es handelt sich um eine Pseudobasilika der westfälischen Romano-Gotik , wie sie in den Niederlanden einzigartig ist. Ursprünglich besaß die Kirche einen Westturm, der 1839 wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen hölzernen Dachreiter ersetzt wurde. Zwischen 1639 und 1810 befand sich das Kirchengebäude im Besitz der niederländisch-reformierten-Kirche , wurde aber dann auf Befehl Napoleons I. an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben.

Niederländisch-reformierte-Kirche

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Am Ganzenmarkt steht die reformierte Kirche, die nach Rückgabe der Hauptkirche an die römisch-katholische Gemeinde im Jahr 1810 gebaut wurde. Die Fassade zeigt die Form eines klassischen antiken Tempels.

Ausflugsziele in der Nähe;

Nördlich von Ootmarsum befindet sich das landschaftlich reizvolle Naturreservat Het Springendal . In Twente können Besucher im Freilichtmuseum Ootmarsum erleben, wie die Landbevölkerung in den letzten Jahrhunderten lebte. Das Wonderryck in Twente ist ein interaktives Naturkundemuseum, die die Entwicklung der Landschaft und der regionalen Tierwelt zeigt. Das Cosmos Entdeckerzentrum für Wetter- und Sternenkunde ist eine Sternenwarte mit Filmsaal. Im Planetarium, eine Kuppel mit 6 Metern Durchmesser und Sternenprojektor, sehen die Besucher den Sternenhimmel, Im Observatorium steht das größte, öffentlich zugängliche Teleskop der Niederlande. Im Garten ist eine Sonnenuhr zu sehen. Die Wassermühle Singraven ist die einzige Holzsägemühle der Niederlande. Sie ist öffentlich zugänglich und wird seit 2011 von freiwilligen Müllern der „Molenstichting Lattrop-Tilligte“ betrieben.

 
     
 

Holland en de Groafschupp

O, wat was dat Lewen heerlik,
O, wat was dat Lewen fien,
Wenn de Menschen nich begehrlik,
Wenn sick alle muggen lien!
Nu kiekt in de wiede Runde:
Harre, harre geht’t mangs drupp ¾
Men de Groafschupp hault met Holland
Altied gude Noaberschupp!


Seht noa’t Oosten, Süden, Westen,
Overall datsölve Spill:
Een will andre owerwinnen,
Willt se nich, as he wall will,
Soa wot Freundschupp dann vergetten,
Free en Eendracht giff men up,
Holland en de Groafschupp Benthem
De hault gude Noaberschupp.


In den lesten grooten Oorlog
O, wat günk dat slimm derher!
Achtentwintig grote Staaten
Stünnen under dat Gewehr.
Wat en Fechten, wat en Moorden!
Gar nich wullt wer hören up,
Men de Groafshupp hölt met Holland
Altied gude Noaberschupp!

Noabers hebbt soa vake Arger,
Kwoad, Verdreet se sick andot,
Wo se sick söllt nützen, stütten,
Target se sick mangs up’t Bloot,
Byt Verschell geht dann dat beste
Menßlichkäitsgeföhl derup! ¾
Holland en de Groafschupp Benthem
De hault gude Noaberschupp.

Holland en de Groafschupp Benthem
Hebbt gin Mißgunst, kennt gin Haß,
Holland en de Groafschupp Benthem
Helpt sick, wo et kump te paß;
Mögt sick andre Völker targen,
Dat de Leewde sick verkrupp,
Holland en de Groafschupp Benthem
De hault gude Noaberschupp.

Carl van der Linde

 
         
         

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

         
         
     
         

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet. 

         
         
         
     
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