Plattdütsch in de Groafschup

 

 

   
   
 
   

 

Unsere Grafschafter Landwirte

Wir danken allen Landwirtsfamilien für ihren täglichen Einsatz zur Sicherung unserer Nahrungsgrundlage in allerhöchster Qualität.

Familie Berling aus Ringe

"Gemeinsam für Tiere sorgen und Werte schaffen.”

Familie Büdden aus Emlichheim

"Landwirtschaft aus Leidenschaft - regional - naturnah - familienverbunden"

Familie Scholten aus Hohenkörben

"Nachhaltige Landwirtschaft für die kommende Generation – traditionell gewachsen.”

 

 
   
 
   

April

 

De Meert, de was all up´n biestern,
Nu is noch slimmer de April,
Vandage Snee en morgen Hagel,
April kann net doon, wat he will.
En Nachts fröß`t mangs noch soa harre,
Dat men verdooit hoast glöäwen sull,
Wy wassen dicht by Mirrewinter,
April, April, du makst´t te dull!
Fank an de Moand, dann stüürt de Lö sick
„In den April“ – is dat wall gut?
Wy bint d´r-in en seggt nu alle:
„Was´n wy men glücklig weer heruut!“
Nu geht`t up Poaschen! Unse Junges
Haalt Hault heran för´t Poaschefüür,
De Hohner bint soa drock an´t leggen,
Want Eier sind ja unwies dür.
Drock bint de Fraulö all´an´t Schüren,
Maakt Köcken, Kamers schoane nu –
All´ doot´s ehr Plicht, – sien Plicht vergetten,
April, dat heß allennig Du!
Suß dy doch bettern, Aultgeselle,
Völl Guuds sind wy van dy nicht wäint,
Üm dat de Welt as wispeltürig
Dy all soa völle Joahre käint.
April, to Poaschen loat dy seggen:
Breng Vöörjoahrslucht met Sünnenschien!
Dann willt dat Slechte wy vergetten,
Vergetten Kaule dann en Pien.
Bedäink ok: Poaschen willt de Wichter
Sick wiesen in de mooisten Kleer –
Soadöänig will wy faste hoppen,
Dat du uns gau bräinks better Weer.

 

Carl van der Linde Veldhausen 10.04.1922

 

 
   

GN 21.1.2021

Landschaft stellt plattdeutsche Corona-Plakate vor

 

Präsentieren das Plakat: Der Grafschafter Landrat Uwe Fietzek (links) und Hermann Bröring, Präsident der Emsländischen Landschaft.

Foto: privat

 

 
   

Liebe Freunde der plattdeutschen Sprache !

Das Thema Corona und Covid-19 nehmen wir weiterhin sehr ernst. Da uns die Gesundheit unserer Mitglieder am Herzen liegt haben wir eine große Bitte, haltet euch an die vorgeschriebenen Maßnahmen unserer Regierung, Abstand halten, Masken tragen und Kontakte mit mehreren Personen meiden. Nur dann können wir unseren Beitrag leisten, das weniger Menschen angesteckt und am Coronavirus sterben.

Ab 30.11.2020 die Corona NEWS unter

"dat naijste "

Über unsere Internetseite und der GN halten wir euch auf dem laufenden.

 

 
   
 
   

Plattdeutschkurse in der Volkshochschule Grafschaft Bentheim

Bernhard-Niehues-Strasse49, 48529 Nordhorn 05921/83650

Plattdeutsch - Der besondere Deutschkurs

Plattdüütsch - dat maakt Pleseär!

Für alle - ohne und mit Vorkenntnissen

Ist Plattdeutsch für Sie eine interessante Fremdsprache und möchten Sie Grundkenntnisse darin erwerben? Oder können Sie zwar Platt verstehen, sprechen es aber noch nicht? Wir lernen, eine einfache Unterhal­tung auf Plattdeutsch zu führen sowie kurze Texte zu lesen und zu verstehen. Bei Lust auf mehr ist ein Fort­setzungskurs möglich.

Nähere Informationen bei der Kursleiterin,
Tel. 05924/1949.
Anette Bardenhorst
Mi., ab 17.03.2021, 19:45 - 21:15 Uhr, 8 Termine
Nordhorn, VHS, Bemh.-Niehues-Str. 49, Raum 309 Gebühr: 48,50 € 16 UStd.
Kurs-Nr. 4970

Plattdüütsch - Fortsetzung
Treff für Teilnehmer/iimen mit Vorkenntnissen
Wer schon am Plattdeutschkurs teilgenommen und „Pleseär“ daran gefunden hat, kann sich einmal mo­natlich im Fortsetzungskurs zum „Plattproaten“ - Kon­versation auf Platt - treffen, um das Gelernte zu üben. Nähere Informationen beim Kursleiter, Tel. 05921/39292

Harm Hindrik Schoo

Di., 09.02.2021, 20:00 - 21:30 Uhr
Di., 09.03.2021, 20:00 - 21:30 Uhr
Di., 13.04.2021, 20:00 - 21:30 Uhr
Di., 11.05.2021, 20:00- 21:30 Uhr
Di., 08.06.2021, 20:00 - 21:30 Uhr
Di., 06.07.2021, 20:00 - 21:30 Uhr

Nordhorn, VHS, Bemh.-Niehues-Str. 49, Raum 216 Gebühr: 36,50 € 12rUStd.
Kurs-Nr. 4972

 

 

 

Ohne

Ohne ist eine der ältesten Siedlungen im westlichen  Niedersachsen  und zählt zu den kleinen Gemeinden in Niedersachsen. Ohne gehört der  Samtgemeinde Schüttorf  im  Landkreis Grafschaft Bentheim  an.

 

Niedersachsen, Landkreis: Grafschaft Bentheim , Samtgemeinde: Schüttorf, Höhe: 38 ü.NHN, Einwohner: 582, Postleitzahl: 48465, Vorwahl 05923

 

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Ortsmitte

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Weg von der Vechtebrücke in den Dorfkern

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Hofanlage an der Vechte

Ohne gehört zu den kleinsten selbständigen Gemeinden in Niedersachsen. Es ist die südöstlichste Gemeinde der Samtgemeinde Schüttorf und des Landkreises Grafschaft Bentheim. Der ca. 9 km² große Ort grenzt im Süden an den Kreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) und im Osten an den Landkreis Emsland. Die Nachbargemeinde Samern umschließt den Ort im Norden und im Westen.

Ungewöhnlich für das nordwestliche Münsterland bzw. für den Landkreis Grafschaft Bentheim ist die Siedlungsform des Dorfes: der Ortskern liegt auf einer überschwemmungsfreien Vechtetrasse in einer dichten ungeregelten Bauform.

Durch zahlreiche Ansiedlungen erscheint er heute viel lockerer als in der Vergangenheit. Um diesen Kern, der im Süden durch Neuansiedlungen erweitert wurde, gruppieren sich die vorwiegend klein- und mittelbäuerlichen Gehöfte in Streulage, umgeben von Bäumen.

Das Dorf Ohne ist eine der ältesten Siedlungen im westlichen Niedersachsen. Der Ortsname wurde 1213 erstmals in unsilbiger Form "ON" erwähnt.

Die meistgenannte, aber nichts desto weniger spekulative Vermutung ist, dass Karl der Große um das Jahr 800 die ehemaligen Bewohner von Ohne in das niederländische Oen bei Deventer umgesiedelt hat, da sie sich weigerten, den christlichen Glauben anzunehmen. Die dem Christentum beigetretenen Bewohner von Oen kamen in das heutige Gebiet von Ohne und nannten das Dorf nach ihrem Heimatort: Oen.

Ohne erhielt im 12. Jahrhundert eine feste Kirche, die vom Utrechter Missionar Ludger geweiht wurde. In der Folgezeit ist die Bezeichnung "God-Ohne" aufgekommen. Sie soll auf ein Kruzifix in der Kirche hinweisen, das bereits im 9. Jahrhundert als Symbol für die Kirchengemeinde galt.

 

Dorf

Vor dem Bau der Eisenbahnlinie Salzbergen-Schüttorf-Bentheim im Jahre 1865 war Ohne Knotenpunkt zweier großer Handelswege, von denen einer aus Nordholland kommend der Länge nach durch die Grafschaft bis ins Münsterland verlief, während der andere über den Bentheimer Diek in Richtung Rheine-Osnabrück-Hannover führte. Im Zuge dieser Poststraßen erhielt Ohne 1771, trotz des heftigen Einspruches seitens der Stadt Schüttorf, eine feste Vechtebrücke. Nicht nur wegen des Verkehrsknotenpunktes erlebte Ohne von der Mitte des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts die große Blütezeit. Ohne war zu dieser Zeit auch Zollstation zwischen den Königreichen Hannover und Preußen. Zwei touristische Radwegeprojekte, die "Grafschafter Fietsentour" und die "Vechtetalroute", führen durch diesen idyllisch gelegenen Ort, in dem der Zusammenhalt der Einwohner und das Gemeinschaftsleben besonders ausgeprägt sind.

Dorf

Geographische Lage

Ohne grenzt im Süden an den  Kreis Steinfurt  ( Nordrhein-Westfalen ) und im Osten an den  Landkreis Emsland . Die Nachbargemeinde  Samern umschließt den Ort im Norden und im Westen.

Die Gemeinde gehört der  Samtgemeinde Schüttorf  an, die ihren Verwaltungssitz in der  Stadt   Schüttorf hat.

Nachbargemeinden
sind  Samern Salzbergen   (Emsland)  und  Wettringen  ( Kreis Steinfurt , Nordrhein-Westfalen).

Geschichte

Das Gebiet wurde schon in der Altsteinzeit besiedelt. Der Ortsname wurde 1213 erstmals in einsilbriger Form „ON“ erwähnt. Die Gründung des Dorfes „Oen“ (Ohne) erfolgte durch  fränkische  Einwanderer in der  Karolingerzeit. Es ist ein  Haufendorf , das zugleich als  Wehrdorf diente. Die Gemeinde Ohne im äußersten Südosten bzw. Süden der Samtgemeinde  Schüttorf weist eine ausgeprägte, sehr kompakte dörfliche Lage auf und liegt direkt an einer Furt der  Vechte . Mit einem eigenständigen Dorfmittelpunkt oberhalb des Vechtetals ist die Siedlungsentwicklung von Ohne, anders als in den übrigen ländlichen Gemeinden, nicht durch Streulagen, sondern durch eine Häufung von Ansiedlungen und Gebäuden geprägt. Selbst die in Einzellage gelegenen Gehöfte weisen noch eine relativ große Nähe zur Dorflage mit Kirche, Spielkreis und sonstigen dorftypischen Einrichtungen auf. Am Rande der ursprünglichen Kernlage des Dorfes hat sich eine Ausdehnung der Siedlungsentwicklung vollzogen. Für die heutige Ausprägung war nicht zuletzt das Tal der Vechte mit seinem umfangreichen Überschwemmungsgebiet und in der jüngeren Vergangenheit die Hoflage in unmittelbarer Dorflage maßgeblich. Außerhalb der Dorflage wird das Gemeindegebiet durch weitläufige landwirtschaftliche Flächen (auch ohne Hoflagen) und im äußersten Westen durch die nach  Bad Bentheim  übergehenden Waldflächen geprägt.

Der Ort hat sich seine dörfliche Prägung erhalten. L 68 und K 25 halten den Durchgangsverkehr von der eigentlichen Dorfstraße fern. Der im Zentrum gelegene Dorfplatz, auf dem ehemals das Kriegerdenkmal stand, wird geprägt von altem Baumbestand: vier als Kopfbäume geschnittenen  Linden , eine weitere Linde mit normaler beschnittener Krone und zwei hochstämmige  Rotdorne . Der Platz erfüllt weiterhin Verkehrsfunktionen. Die Fahrspuren sind mit Natursteinen gepflastert, die Parkflächen mit rotem Pflasterklinker. Für die Fassaden der angrenzenden Gebäude wurden einheitlich rote Backsteine bzw. rote  Klinker verblendung verwendet.

Die Kirche des Ortes liegt untypischerweise nicht direkt am Platz, sondern in zweiter Reihe.
Vom Platz führt ein mit hochstämmigem  Rotdorn  bestandener Weg an der Rückseite der Kirche auf eine Holzbrücke über die  Vechte . Östlich des Flusses setzt sich der Weg, beiderseits von Hecken gesäumt, fort und endet als Radweg an der Kreisstraße. Zwei touristische Radwegeprojekte, die „Grafschafter Fietsentour“ und die „Vechtetalroute“, führen durch den Ort.

Unweit des Dorfes befindet sich der Windpark Quendorf (9,2 Megawatt), der im Mai 2013 fertiggestellt wurde.

 
   

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

   
   
 
   

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet.