Plattdütsch in de Groafschup

 

 

   

Foto Karl-Heinz Elskamp

 
   

Das alte Schüttorfer Rathaus

zählt zu den wenigen gut erhaltenen historischen Gebäuden der ältesten Stadt der Grafschaft. Wann es gebaut wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Sein von gotischen Elementen geprägter Baustil lässt auf eine Errichtung im 15. bis 16. Jahrhundert schließen. In diesem Zeitraum herrschte in Schüttorf eine rege Bautätigkeit, so wurde neben der großen Kirche auch die Burg Altena sowie das Kloster Mariengarten ge- bzw. ausgebaut. Über den Baumeister oder den Architekten des Rathauses ist leider nichts bekannt. Es könnte aber sein, dass das Bauhaus, das z.B. die große Kirche errichtet hat, das Rathaus gleich mit gebaut hatte. So ein Vorgehen war in der frühen Neuzeit nicht unüblich.

Einigen Quellen zufolge war der Marktplatz, an dem das Rathaus gelegen ist, schon vor der Errichtung des Rathauses vorhanden. Er soll bereits bei der Gründung der Stadt als Versammlungsort und als Gerichtsstätte gedient haben. Am Marktplatz soll auch es auch einen Versammlungsraum für die städtischen Gremien wie Rat, Achten und Gemeine gegeben haben. Wo der aber stand, ist nicht überliefert. Natürlich diente der Marktplatz auch dem Abhalten von Märkten, vor allem Vieh- und Jahrmärkte. Spätestens nach 1495 hat Schüttorf ja das Recht bekommen, innerhalb der Stadtmauern Märkte durchzuführen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Markttreiben auf den Kuhm verlegt.

 
   

Foto Karl-Heinz Elskamp

 
   
   

Liebe Plattproater

das Thema Corona und Covid-19 nehmen wir weiterhin sehr ernst. Da uns die Gesundheit unserer Mitglieder am Herzen liegt haben wir eine große Bitte, haltet euch an die vorgeschriebenen Maßnahmen unserer Regierung, Abstand halten, Masken tragen und Kontakte mit mehreren Personen meiden. Nur dann können wir unseren Beitrag leisten, das weniger Menschen angesteckt und am Coronavirus sterben.

Über unsere Internetseite und der GN halten wir euch auf dem laufenden
Achtet auf Euch, seid behütet und bleibt gesund
.

 
   

Aktueller Stand Coronavirus

Erschreckende, wieder steigende Zahlen
Achtet auf euch



29.09. Infektionen 33.339.352 Tote 1.001.824
28.09. Infektionen 33.066.057 Tote 997.915
23.09. Infektionen 31.501.200 Tote 969.742
20.09. Infektionen 30.918.729 Tote 959.729
15.09. Infektionen 29.262.004 Tote 928.573
14.08. Infektionen 20.385.592 Tote 744.413
14.04. Infektionen 1.886.175 Tote 119.766
01.04. Weltweit Infektionen 860.000 Tote 42.341


29.09. Infektionen 5.220.565 Tote 229.171
28.09. Infektionen 5.132.265 Tote 228.582
23.09. Infektionen 4.857.781 Tote 225.473
15.09. Infektionen 4.435.298 Tote 220.455
14.08. Infektionen 3.349.683 Tote 213.910
14.04. Infektionen 933.159 Tote 81.341
01.04. Europa Infektionen 465.000 Tote 30.452

 

29.09. Infektionen 288.631 Tote 9.468
28.09. Infektionen 286.339 Tote 9.464
23.09. Infektionen 277.412 Tote 9.405
15.09. Infektionen 263.222 Tote 9.366
01.09. Infektionen 244.802 Tote 9.303
14.08. Infektionen 222.557 Tote 9.229
14.04. Infektionen 130.072 Tote 3.194
01.04. Deutschland Infektionen 71.800 Tote 775

 

29.09. Infektionen 19.954 Tote 683
28.09. Infektionen 19.838 Tote 683
23.09. Infektionen 18.995 Tote 670
15.09. Infektionen 18.023 Tote 667
01.09. Infektionen 16.763 Tote 662
14.08. Infektionen 15.318 Tote 656
14.04. Infektionen 7.885 Tote 211
01.04. Niedersachsen Infektionen 4.348 Tote 43


29.09. Infektionen 297 Tote 18
28.09. Infektionen 297 Tote 18
23.09. Infektionen 293 Tote 18
15.09. Infektionen 288 Tote 18
01.09. Infektionen 282 Tote 18
24.08. Infektionen 278 Tote 18
14.08. Infektionen 269 Tote 18
14.04. Grafschaft Bentheim Infektionen 181 Tote 9

29.09. Infektionen 538.569 Tote 31.727
28.09. Infektionen 513.031 Tote 31.661
23.09. Infektionen 468.069 Tote 31.416
15.09. Infektionen 387.252 Tote 30.950
01.09. Infektionen 281.025 Tote 30.635
14.08. Infektionen 206.696 Tote 30.388
14.04. Frankreich Infektionen 98.076 Tote 14.967

29.09. Infektionen 110.671 Tote 6.636
28.09. Infektionen 110.671 Tote 6.366
23.09. Infektionen 98.240 Tote 6.291
15.09. Infektionen 83.399 Tote 6.256
01.09. Infektionen 70.667 Tote 6.224
14.08. Infektionen 61.204 Tote 6.165
23.07. Infektionen 52.404 Tote 6.139
23.05. Niederlande Infektionen 45.064 Tote 5.811


29.09. Infektionen 7.096.797 Tote 204.360
28.09. Infektionen 7.064.879 Tote 204.049
23.09. Infektionen 6.849.933 Tote 200.112
15.09. Infektionen 6.513.709 Tote 193.944
01.09. Infektionen 5.994.651 Tote 183.134
14.08. Infektionen 5.228.365 Tote 166.917
14.04. Infektionen 581.344 Tote 23.596
01.04. USA Infektionen 189.126 Tote 18.763


29.09. Infektionen 439.013 Tote 42.001
28.09. Infektionen 434.969 Tote 41.988
23.09. Infektionen 403.551 Tote 41.862
15.09. Infektionen 371.125 Tote 41.637
01.09. Infektionen 335.873 Tote 41.501
14.08. Infektionen 313.798 Tote 46.706
08.08. Infektionen 309.005 Tote 46.511
23.05. Großbritanien Infektionen 257.154 Tote 36.675

 

29.09. Infektionen 311.364 Tote 35.851
28.09. Infektionen 309.870 Tote 35.835
23.09. Infektionen 300.897 Tote 35.738
15.09. Infektionen 288.761 Tote 35.624
01.09. Infektionen 269.214 Tote 35.483
24.08. Infektionen 260.298 Tote 35.441
23.07. Infektionen 245.037 Tote 35.082
14.04. Infektionen 159.516 Tote 20.465
01.04. Italien Infektionen 105.792 Tote 12.428


29.09. Infektionen 748.266 Tote 31.411
28.09. Infektionen 716.481 Tote 31.232
23.09. Infektionen 682.267 Tote 30.904
18.09. Infektionen 625.641 Tote 30.405
15.09. Infektionen 593.730 Tote 29.848
01.09. Infektionen 462.858 Tote 29.094
14.04. Infektionen 170.099 Tote 17.756
11.04. Spanien Infektionen 158.273 Tote 16.081

29.09. Infektionen 4.745.464 Tote 142.058
28.09. Infektionen 4.732.309 Tote 141.741
23.09. Infektionen 4.591.364 Tote 138.105
15.09. Infektionen 4.345.610 Tote 132.006
01.09. Infektionen 3.908.272 Tote 121.381
23.07. Infektionen 2.227.514 Tote 82.177
23.05. Brasilien Infektionen 330.890 Tote 21.048

 
   

Landesregierung Niedersachsen

 
   

Wir sind stärker! Niedersachsen gegen Corona

Gerade jetzt, bei wieder steigenden Corona-Infektionszahlen, ist es wichtiger denn je, dass wir uns alle an die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln halten. Mit unserer Kampagne wollen wir Menschen in Niedersachsen daran erinnern, sich und andere vor einer Infektion durch das Coronavirus zu schützen.

Klare Worte von Ministerpräsident Stephan Weil zur Kampagne: „Die Maske ist und bleibt eines der wichtigsten Instrumente für den Infektionsschutz.“ 

Uns war von Anfang an klar: Die Kampagne soll nicht mit einem erhobenen Zeigefinger daherkommen, sondern positiv, nahbar und motivierend sein – gewürzt mit einer Prise trockenem Humor. Typisch niedersächsisch eben. Genau deshalb sind Motive wie „Darth Vader“ oder „Smalltalk“ entstanden. 

Seit Ausbruch der Corona-Krise haben wir tausendfach gesehen, dass sich die Niedersachsen gegenseitig helfen und füreinander da sind. Ein Thema, welches wir immer wieder in unserer Kampagne aufgreifen. 

Und natürlich werden wir nicht müde, immer wieder das richtige Verhalten anzusprechen. Bei uns heißt das ganz einfach: Abstand halten. Hände waschen. Maske tragen. 

 

Lage in Europa spitzt sich zu - Infektionszahlen steigen rasant

München - Die Erinnerungen an die enorm steigenden Infektions- und Todeszahlen der Corona-Pandemie in Europa haben sich ins Gedächtnis gebrannt. Besonders die Mittelmeerregion um Spanien, Frankreich und Italien war stark vom Coronavirus* gezeichnet. Auch in Kroatien spitzte sich die Lage zu. Die Pandemie stellte die Gesundheitssysteme vor eine große Herausforderung. Doch schien das Schlimmste vorerst überstanden, scheint sich nun eine Verschlechterung der Lage in vielen europäischen Ländern abzuzeichnen. Rutscht man direkt in eine zweite Welle* hinein? Ein Überblick über die Entwicklungen und die Maßnahmen in Europa.

Coronavirus-Pandemie: Lage in Europa spitzt sich zu - Infektionszahlen steigen in Großbritannien rasant

Die Infektionszahlen in Europa steigen, was vielerorts eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen nach sich zieht. In Großbritannien werden aus Furcht vor einer zweiten Coronawelle Versammlungen mit mehr als sechs Menschen bis auf Weiteres untersagt. Die neue Obergrenze soll ab Montag (14. September) gelten. „Wir müssen jetzt handeln, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen", erklärte Premierminister Boris Johnson. In den vergangenen Tagen verzeichnete Großbritannien jeweils fast 3000 bestätigte Neuinfektionen, was dem höchsten Stand seit Ende Mai entspricht.
I believe we will beat this virus before too long.

So let’s work together and follow the rules. From Monday socialise in groups of no more than six, and remember to wash your hands, cover your face and make space.

— Boris Johnson (@BorisJohnson) September 10, 2020

Corona in Europa: Italien verlängert Corona-Maßnahmen

In Italien wurden indes die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für einen weiteren Monat verlängert. Die Vorschriften, wozu beispielsweise die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zählen, gilt nun bis zum 7. Oktober. Mit mehr als 1700 neuen Corona-Fällen vergangenen Freitag (4. September) hatte Italien den höchsten Wert seit Anfang Mai zu verzeichnen. Nichts desto trotz zog man in Italien in Erwägung die Quarantänedauer zu verkürzen .

Coronavirus: Lage in Europa verschlechtert sich - Niederlande verzeichnet höchsten Tageswert seit April

Auch in den Niederlanden steigt die Zahl der registrierten neuen Coronavirus-Fälle enorm. Wie Gesundheitsminister Hugo de Jonge mitteilte, sei die Zahl in den letzten 24 Stunden auf 1140 gestiegen, was dem höchsten Tageswert seit dem 10. April entspricht. Damals wurden 1335 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahlen gab der niederländische Gesundheitsminister während eines Live-Videostreams bekannt, wie „tagesschau.de“ berichtete. „Es läuft nicht richtig“, bewertete er die Situation. Indes warnen Forscher bereits vor einer anderen besorgniserregenden Gefahr : „Wenn Sie glauben, Corona sei schlimm...“

Coronavirus: Auswärtiges Amt weitet Reisewarnungen aus - besonders Frankreich und Kroatien betroffen

Hinsichtlich der sich ebenfalls zuspitzenden Lage in Frankreich und Kroatien reagierte nun das Auswärtige Amt und weitete bereits bestehende Reisewarnungen aus. Einer Mitteilung von Mittwoch (9. September) zufolge wurde vor Reisen nach Korsika sowie in die Regionen Île-de-France, Provence-Alpes-Côte-d‘Azur, Auvergne-Rhônes-Alpes, Occitanie und Nouvelle-Aquitaine gewarnt. Zuvor galten aufgrund der gestiegenen Zahl der Corona-Neuinfektionen bereits Reisewarnungen für die Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie die Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur an der Mittelmeerküste.

 

   

 

PlattSatt 2020

– Dat is weer de Fier van de plattdüütschke Sproake. Un doch is dit Joahr aalet anners. Wi köönt nich tosoome koamen, so as wi dat annerjoahre doan hebbt.

Das Corona-Virus macht es uns schwer, uns auf Veranstaltungen persönlich zu begegnen. Trotzdem möchten wir Ihnen auch dieses Mal die ganze Vielfalt der plattdeutschen Kultur zeigen. Doch anders als sonst müssen Sie sich dafür nicht auf den Weg machen:

Wir kommen zu Ihnen nach Hause!

Als Video im Internet können Sie die Konzerte, Lesungen und Aufführungen unseres Programms genießen.

Alle Veranstaltungsvideos sind am jeweiligen Tag ab 20:00 Uhr auf YouTube abrufbar und können auch danach noch angeschaut werden. Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserem Flyer, der in den Kreis- und Gemeindeverwaltungen sowie den Kultureinrichtungen der Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim ausliegt.

Sonnabend, 10. Oktober 2020

Konzert mit Brungers & Band, Plattdeutsche Rockmusik aus Ostfriesland, aufgezeichnet auf dem Heimathof Aschendorf in Kooperation mit dem Heimatverein Aschendorf

Sonntag, 11. Oktober 2020

Pla­ttcast – Der plattdeutsche Podcast, Talk mit Marco Stroth-Dieckmann, Markus Jänen und Ralf Manning

Montag, 12. Oktober 2020

„Stell di vöör“, Eine Klangperformance der Arbeitsgemeinschaft Plattdeutsches Theater e.V. für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim in Kooperation mit Ansgar Silies

Dienstag, 13. Oktober 2020

Groote Literatur op Platt (Teil 1), Lesung mit Maria Mönch-Tegeder und Hermann May, aufgezeichnet auf dem Kulturschiff Blaue Donau in Haren in Kooperation mit Klangkultur Emsland e.V.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Groote Literatur op Platt (Teil 2), Lesung mit Maria Mönch-Tegeder und Hermann May, aufgezeichnet auf dem Kulturschiff Blaue Donau in Haren in Kooperation mit Klangkultur Emsland e.V.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Kochshow, In Kooperation mit dem Grafschafter Landservice und der Historisch-ökologischen Bildungsstätte, apenburg

Freitag, 16. Oktober 2020

Vörlääsen un Vertellen, mit Maria Lögering, Hanni Heskamp, Gerhard Butke und Günter Hermes, aufgezeichnet im Café im Professorenhaus, Lingen

Samstag, 17. Oktober 2020

Ein Hümmlinger Abend, Lesung und Musik mit Hermann May und Tim Mahn, aufgezeichnet im Jugend- und Kulturzentrum JAM, Meppen

Sonntag, 18. Oktober 2020

Schulhofkonzert, Mit Kindern der Grundschule Spahnharrenstätte und Musikpädagogin Marlene Bucher

 
   
   

Zehn Jahre „Plattsounds“

Bis 30. September können sich Interpreten bewerben

MEPPEN Besondere Klänge zu einem besonderen Jubiläum: Zum zehnten Mal findet am Sonnabend, 21. November, der plattdeutsche Bandcontest „Plattsounds“ statt, für den sich Bands und Einzelmusiker bewerben können. Gesucht werden junge Musiker aus Niedersachsen, die Songs aus Rock, Pop, Hip-Hop, Urban, Electro, Punk, Reggae, Metal oder Singer/ Songwriter in der Sprache Platt performen möchten.

Beim Finale im Kulturzentrum „Alte Polizei“ in Stadthagen treten zehn Finalisten auf und wollen zeigen, wie gut Plattdeutsch und moderne Musik zusammenpassen. „Wir bleiben zunächst einmal optimistisch, dass der Bandcontest stattfinden kann und hoffen auf viele Bewerber aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim“, sagt Linda Wilken, Referentin für Plattdeutsch bei der Emsländischen Landschaft. „Der ,Plattsounds‘-Bandcontest ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte“, sagt Stefan Meyer, Plattdeutsch-Referent bei der Oldenburgischen Landschaft. „Zum Projektstart wussten wir nicht, ob Jugendliche Lust haben, Musik auf Platt zu machen

– zehn Jahre später sind fast 200 neue und moderne Songs in der Sprache entstanden. Das ist eine große Bereicherung für die plattdeutsche Kulturszene und zeigt, wie beliebt Plattdeutsch bei Jugendlichen ist.“ Von Aurich bis Wolfenbüttel, von Celle bis Vechta – seit dem Start von Plattsounds im Jahr 2011 standen rund 90 junge Bands aus 40 kleinen und großen Orten in ganz Niedersachsen an den Final-Abenden auf der Bühne, Hunderte wollten mitmachen und haben sich beworben. Teenager und Twens aus plattdeutschen Hochburgen wie Ostfriesland oder Oldenburg, aber auch aus Regionen, in denen kein Platt gesprochen wird, wollten sich an der Sprache versuchen.

Wer teilnehmen will, muss nicht unbedingt Plattdeutsch können. Das ,Plattsounds‘Team fertigt, falls gewünscht, Übersetzungen für die Bewerber an und unterstützt auch mit der Aussprache. Bis Mittwoch, 30. September, können sich Bands und Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf www.plattsounds.de bewerben.

Die Bewerbung kann zunächst auch mit einem anderssprachigen Lied erfolgen. Im Finale kann aber nur auftreten, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt. Etwa zehn Finalisten werden am 21. November im Stadthagener Kulturzentrum „Alte Polizei“ mit jeweils

einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger. Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ ( www.plattis-cool.de ) umsetzen.

Informationen: www.plattsounds.de , facebook.com/ plattsounds.bandcontest

 
   

GN vom 11.12.2019

Plattdeutsch wird Studienfach
Niedersachsen will gefährdete Sprache stärker fördern / Lehrstuhl in Oldenburg geplant

 

Von Klaus Wieschemeyer und Marie Busse

HANNOVER

Plattdeutsch gehört fest zu Norddeutschland. Doch angesichts der Vorherrschaft des Hochdeutschen steht die Regionalsprache unter Druck. Niedersachsen will das Platt nun stärker in den Schulen fördern.

Die Landesregierung hat angekündigt, sich stärker für den Erhalt der „kleinen Sprachen“ Plattdeutsch und Saterfriesisch zu engagieren. Insbesondere in der Schule sollen die Regionalsprache Niederdeutsch und die Minderheitensprache Saterfriesisch gefördert werden. Die Neuauflage eines entsprechenden Erlasses fördert nicht nur die Einstellung von Lehrkräften mit entsprechender Zusatzqualifikation, sondern fordert auch Sprachbegegnungen, die Aufnahme regionaler und regionalsprachlicher Bezüge in den Unterricht.

Plattdeutsch soll künftig als grundständiges studierbares Unterrichtsfach ausgewiesen werden, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) unserer Redaktion. Das Ministerium

hat dafür 350 000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt. An der Universität Oldenburg wurde bereits ein erstes Grobkonzept dafür erstellt und eine Professur ausgeschrieben. Die Suche nach einem Lehrstuhlinhaber läuft derzeit.

Der Lehrstuhl soll darüber hinaus mit zwei ganzen und zwei halben Stellen ausgestattet werden. Für den Haushalt 2020 sind zwei weitere Stellen vorgesehen. Bis der Lehrstuhl läuft, kann es noch ein wenig dauern, doch Thümler sieht die Sprachförderung auf einem guten Weg. Denkbar ist, dass sich das Plattdeutsche als Nebenfach bei Lehramtsanwärtern etabliert, die nach dem Studium gerne in ihre Region zurückkehren wollen.

Schon jetzt gibt es landesweit 90 Projektschulen für Plattdeutsch in Niedersachsen. Diese erhalten maximal drei Schuljahre lang ein bis drei Unterrichtsstunden zur Einbindung der Regionalsprache in den Unterricht beziehungsweise in den Schulalltag. 24 Beratungskräfte arbeiten im Bundesland für die Förderung der Regionalsprachen, meist in der Grundschule oder der Sekundarstufe.

Es gibt einen plattdeutschen Lesewettbewerb, die Aktion „Freedag is Plattdag“ (Freitag ist Plattdeutschtag) und ein Heft mit der Geschichte der „Lüttje Muss“ (kleine Maus) in verschiedenen Platt-Varianten.

Auch an Schulen in der Region wird Plattdeutsch gefördert. Doch die Sprache hat gelitten: „Plattdeutsch hatte jahrzehntelang einen schweren Stand“, sagt Josef Grave von der Emsländischen Landschaft. Mittlerweile werde Platt im Alltag jüngerer Menschen kaum gesprochen. Einige Ausnahmen gibt es: Zu ihnen zählt Keno Veith, der mit seinen plattdeutschen Videos Tausende Nutzer erreicht. Sorgen um die Sprache macht er sich trotzdem.

 
   

Entspanntes Verhältnis zur Sprache: Heute gibt Marie Busse ihren Kollegen Tipps, wie plattdeutsche Begriffe ausgesprochen werden. Foto: Michael Gründel


Die-Carl-von-Ossietzky-Universitaet-in-Oldenburg-an-der-bald-Plattdeutsch-gelehrt-wird

 
   

 

Fietsentuur döör Gods Natuur

 

Met de Fietse geern ik före,
as met jägergröne Kleere
al Boem’ en Büsche driewt eer’n Prunk,
ower smalle, moosbewass’ne Päde
wied fut van’n Höllenlarm in Dörp en Städe,
dat maakt bij blied en hauld mij jung.

 

Däink nich an dat frömde Morgen
en verget de Oldagsorgen,
dat, wat mi argert en nich past.
See vergnöögt spöll’n, Fretten , Knien en Hasen,
Ree lopen mill’n in Natuuroasen,
woor Brååm en Wågebüsche wast.

 

Munter sprijnk ut Wolkenhöle
gauldne Sünne, en mien Seele
find Röst en Free in ‘n worm Tohuus.
Ut uraule Hegen an Weg en Stege
lacht mij too völl heerlik blööj’nde Töge
en böörd den Arm to ‘n Morgengruus.


Deep in ‘n Drååm lig Fen en Häide,
Pöppeln, Ween an Bek en Wäide,
Daudroppen löcht in ’n Sünnenschien.
küülen Wind rischelt in Löis en Barken,
– höörd sik an as Örgelklang in Karken, –
bekäinde Heimatmelodien.

 

Majestätisch luurd van wieden
hoge Dannen. In ’n blau sieden
Kleed bowen mij den Himmel strååld.
Na ’ne griese Newelnacht geböörde
’n Wunner, uns noojt möde fruchtbar Eerde
hef sik met Blomen bunt bemååld.


Kukkuuksblomen, Waterrosen,
Schoeltiesklåwer, Skabiosen ,
den Sünnendau in ’t Wagenspöör,
alle singt den Schepper Lof en Ere.
Met de Fiets in ’t Gröne geern ik före,
prunkt jå in pracht’ge Hochtiedskleere.

Heinrich Kuiper

 

 
   

GN 26.8.2020

„Ein Philosoph des einfachen Lebens“

Buch mit Texten des 2019 verstorbenen Grasdorfer Heimatdichters Heinrich Kuiper erschienen

Von Sascha Vennemann

NEUENHAUS  

„Niks blif, wu ’t is“ – „Nichts bleibt, wie es ist“: Es gibt wohl kaum einen besseren Titel für ein Buch, dass rund 80 Gedichte des plattdeutschen Heimatdichters Heinrich Kuiper aus Grasdorf in der Samtgemeinde Neuenhaus in sich vereint. Denn eigentlich sollte das Buch, das etwa ein Viertel seiner insgesamt 230 Texte versammelt, bereits am 27. Mai zum 83. Geburtstag Kuipers erscheinen und ihm übergeben werden. Der Termin musste nicht nur wegen der Corona-Krise ausfallen: Der Dichter war fünf Monate vorher, am 27. Dezember 2019, nach kurzer Krankheit überraschend verstorben (die GN berichteten). Am Dienstag, 25. August, versammelten sich im Alten Rathaus in Neuenhaus nun die Beteiligten an dem inzwischen abgeschlossenen Buchprojekt, um es der Öffentlichkeit vorzustellen sowie Heinrich Kuiper und sein Werk zu würdigen.

Als „Bauer, Dichter und Philosoph des einfachen Lebens“ beschreibt ihn Christa Pfeiffer vom Redaktionsteam, das in den vergangenen Jahren und Monaten an der Textsammlung gearbeitet und ein biografisches Zusatzkapitel verfasst hat. Zusammen mit Dr. Gerrit Jan Beuker, Dr. Friedel Helga Roolfs und Siegfried Wigger hat sie den Inhalt aufbereitet.

Heinrich Kuiper selbst hatte noch an der Auswahl der Texte mitgewirkt. „Es nun im fertigen Zustand zu sehen, hätte ihn sehr gefreut“, sagt Pfeifer in ihrem Redebeitrag, in dem sie Kuipers Leben nachzeichnet.

Der 1937 in Grasdorf geborene Heinrich Kuiper habe sein ganzes Leben in Grasdorf auf der Hofstelle seiner Eltern nahe der Vechte verbracht und war bis 1994 als Bauer tätig. Genügsam war er, berichtet Paul Mokry, Bürgermeister der Stadt Neuenhaus. Kuiper kam ohne Fernseher, Computer oder Auto aus, hörte aber Radio, las viel und fuhr überall mit dem Fahrrad hin. „Gut und Geld bildeten für ihn keinen Lebenssinn“, sagt Mokry. Bereits als Schüler entstanden erste Texte, mehr als 50 Jahre sollte er sich der Lyrik widmen, in der sich mit den Menschen, der Natur und der Umwelt seiner Grafschafter Heimat dichterisch auseinandersetzte.

Als eine Art „lebendes Lexikon, der fast jeden kannte“ beschreibt Dr. Gerrit Jan Beuker den Dichter, der in fast prophetischer Voraussicht immer wieder

formelhaft die Befürchtung äußerte, das Buch werde wohl erst nach seinem Tod erscheinen und sich damit in eine Reihe mit posthumen Veröffentlichungen von seinen Kollegen und Vorbildern, den Heimatdichtern Karl Sauvagerd und Carl van der Linde, stellen.

Dr. Friedel Helga Roolfs von der Kommission für Mundartforschung ordnet die Texte des Grasdorfer Dichters als von den Idealen der „Natur und Einfachheit, Mitmenschlichkeit und Menschenfreundlichkeit“ ein. Es sei eine Herausforderung gewesen, die handschriftlich verfassten Gedichte in eine – auch für des Plattdeutschen nicht mächtige Leser – nachvollziehbare Form zu bringen. Leichte Anpassungen bei der Zeichensetzung und der Schreibweise einiger Wörter, seien mit Einverständnis Kuipers vorgenommen worden. Landrat Uwe Fietzek überreicht im Anschluss an die Reden in seiner Funktion als Erster Vorsitzender des Heimatvereins Grafschaft Bentheim die ersten druckfrischen Ausgaben des im Verlag des Vereins erschienenen Buchs an die Mitwirkenden. Er sieht eine gedankliche Verbindung von Kuipers Einstellungen zur Genügsamkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, die solche Gedanken wieder aufgreifen. Kuiper sei daher in seiner Weltsicht vielleicht moderner als er sich selbst empfunden haben mag.

Die Grafschafter Sparkassenstiftung hat das Buchprojekt mit einer Spende von 5000 Euro unterstützt und damit rund ein Drittel der gesamten Produktionskosten übernommen. Lars Klukkert vom Stiftungsrat berichtet, dass es kaum außer Frage stand, Kuipers Werke und sein Wirken in geordneter Form für die Nachwelt zu erhalten. Der Dichter fungiere zudem als Botschafter der plattdeutschen Sprache.

Auch Bernhard Jansen, Geschäftsführer Heimatverein Grafschaft Bentheim sowie Georg Hagmann, Erster Vorsitzender Heimatfreunde Neuenhaus, erinnern sich gern an Kuiper, der bei den Treffen der Heimatfreunde fast immer dabei war und seine Gedichte und Geschichten vorlas. „Er war ein besonderer Mann“, sagt Hagmann. „Solche Menschen brauchen wir in der Gesellschaft, die uns dazu bringen, über einige Dinge noch einmal anders nachzudenken.“

Das Buch „Niks blif, wu ’t is“ist als Hardcover im Verlag Heimatverein der Grafschaft Bentheim erschienen (ISBN 978-3-9818211-9-2). Es ist ab sofort zum Preis von 19,90 Euro im Buchhandel und in der Geschäftsstelle des Heimatvereins, NINO-Allee 2 in Nordhorn, erhältlich.

Freuen sich über das Buch mit Heinrich Kuipers Gedichten:  (von hinten links nach vorne rechts): Georg Hagmann (1. Vorsitzender Heimatfreunde Neuenhaus), Siegfried Wigger (Fotograf), Uwe Fietzek (1. Vorsitzender Heimatverein Grafschaft Bentheim), Lars Klukkert (Stiftungsrat Sparkassenstiftung), Bernhard Jansen (Geschäftsführer Heimatverein Grafschaft Bentheim), Paul Mokry (Bürgermeister Stadt Neuenhaus), Dr. Friedel Helga Roolfs, Christa Pfeifer und Gerrit Jan Beuker (Redaktion).

Foto: Vennemann

 

Heinrich Kuiper  starb im Dezember 2019. Foto: Hamel

 
   

Plattdeutsch in der Pflege

Neues Zertifikat für Pflegeheime kommt

BREMEN „Allns warrt goot“ – Mit Plattdeutsch können Pflegekräfte im Norden einen anderen Zugang zu ihren Schützlingen bekommen. Denn die hören die Muttersprache gern – selbst wenn es nur ein paar Brocken sind.

Plattdeutsch kann in Norddeutschland eine große Hilfe in der Pflege sein. Viele alte Menschen und Demenzkranke fühlen sich in ihrer Muttersprache besser angesprochen. Initiativen für „Plattdüütsch inde Pleeg“ gibt es deshalb in mehreren Bundesländern. Das Länderzentrum für Niederdeutsch in Bremen ergänzt sie nun mit dem „PlattHart“, einem neuen Zertifikat, um das sich Pflegeeinrichtungen bewerben können. Das Länderzentrum für Niederdeutsch in Bremen wird von Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein finanziert. Auch mit Mecklenburg-Vorpommern wird kooperiert.

„Ich habe oft gemerkt, ich erreiche die Menschen auf Platt besser“, sagte Jan-Bernd Müller (32) der Deutschen Presse-Agentur. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Länderzentrums ist im Emsland mit Plattdeutsch aufgewachsen und hat Gerontologie studiert, also die Wissenschaft vom Altern. „Demenzkranke fallen im Lauf der Zeit in ihre Muttersprache zurück“ – das ist seine Erfahrung aus der Arbeit in Altenheimen. „Es ist wie eine Bibliothek, in der das letzte Buch, das stehen bleibt, die Muttersprache ist.“ Um das Zertifikat zu erhalten,

sollen Altenpflegeeinrichtungen den Gebrauch von Niederdeutsch in ihr Leitbild aufnehmen. Ein Teil der Körperpflege, der Betreuung, auch der Seelsorge soll auf Platt stattfinden. Und jedes Heim soll mindestens eine hauptamtliche Kraft mit Plattdeutsch- Kenntnissen aufweisen. Die Einrichtungen hätten sehr unterschiedliche Träger, sagte Christianne Nölter, die Leiterin des Länderzentrums. Beim „PlattHart“ gehe es darum, ihnen einheitliche Kriterien an die Hand zu geben.

Nach Müllers Erfahrung sind viele Pflegerinnen und Pfleger motiviert, Plattdeutsch in der Arbeit anzuwenden. „Wenn Pflegekräfte merken, dass sie damit einen Zugang zu ihren Patienten bekommen, dann lernen sie das.“ Sie müssten dazu nicht die ganze Sprache beherrschen, einzelne Wörter, Sätze und Redensarten reichten oft aus. Ein Wörterbuch solcher Ausdrücke haben der Landkreis Oldenburg und seine Berufsschulen schon 2014 zusammengestellt. Von der Broschüre „Plattdeutsch in der Pflege“ seien bereits 12.000 Exemplare verteilt worden, sagte Hella Einemann-Gräbert, eine der Autorinnen.

„Wo geit Se dat?“ (Wie geht es Ihnen?) heißt es darin, „Fallt dat Sluken swoor?“ (Fällt das Schlucken schwer?). Es geht um „Blootdruck“ (Blutdruck), „Liefkeel“ (Bauchschmerzen), „Hosten“ (Husten). Es fehlt auch nicht die freundliche Aufmunterung „Dat warrt beter, dat duert sien Tiet“ (Das wird besser, das braucht seine Zeit).

Einemann-Gräbert hat an der Berufsschule in

Wildeshausen unterrichtet. Dort gibt es nicht nur plattdeutschen Sprachunterricht für angehende Pflegekräfte, auch ein Teil des Fachunterrichts findet auf Platt statt. An der Ursula-Kaltenstein- Akademie der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Bremerhaven werden ebenfalls Pflegekräfte in Plattdeutsch geschult.

Müller und Nölting setzen sich für ihr Plattdeutsch ein, aber sie sehen das Zertifikat auch als Konzept, das man auf andere Sprachen anwenden könnte. Pflegeeinrichtungen sollten auf viele Muttersprachen eingerichtet sein, auf Fremdsprachen, Minderheitensprachen oder Dialekte, sagte Müller.

dpa

Die Broschüre „Plattdeutsch – Sprache des Herzens“ hält Jan-Bernd Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Länderzentrum für Niederdeutsch, in den Händen. Der Einsatz von Plattdeutsch in der Pflege soll vom Länderzentrum mit einem Zertifikat für Pflegeeinrichtungen gefördert werden. Foto: dpa

 

 
   

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

     
     
   
     

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet. 

     
 
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