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Plattdütsch in de Groafschup

 

 

   
   
   
 
   
   

„Koppelsingen up Platt“

VELDHAUSEN Unter dem Motto „Platt maakt klook!“ laden die Musiker des „Groafschupper Plattproaterkrings“ zu einem Rudelsingen in plattdeutscher Sprache ein. Das sogenannte „Koppelsingen up Platt“ findet statt am Freitag, 6. September, ab 18 Uhr auf dem historischen Mühlenhof in Veldhausen. Die „Kringmusiker“ heißen hierzu alle Freunde der plattdeutschen Sprache, die gerne in geselliger Gemeinschaft singen, willkommen.

 
   
   
   
 
   
   
Der Zug ist zurück
 
   
   

Nach 45 Jahren fahren wieder Personenzüge zwischen Bad Bentheim, Nordhorn und Neuenhaus.
Nur vier Jahre nach der Entscheidung des Landes, die Relation für den Nahverkehr zu reaktivieren, gab Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann am Mittwoch in Bad Bentheim offiziell den Startschuss für die Wiederaufnahme des Schienenpersonennahverkehrs.
„Egal ob auf dem Land oder in der Stadt: Mobilität ist für die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen ein Stück Lebensqualität. Wir wollen alle Regionen in den öffentlichen Personennahverkehr mit einbeziehen – vor allem auf dem Land braucht es hierfür eine gute Versorgung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Denn nur so stärken wir den Bahnverkehr in Niedersachsen“, betonte Althusmann. Besteller des Angebotes, das einen Fahrplan von jährlich 330.000 Kilometer umfasst, ist die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), die zwischen Nordsee und Harz den Nahverkehr auf der Schiene organisiert und dafür jährlich rund 300 Millionen Euro Ausgleichszahlungen an die Bahnunternehmen leistet.

Seit dem 6. Juli 2019 gibt es in der Grafschaft Bentheim endlich wieder eine Schienenverbindung für den Personennahverkehr. Zwischen den Bahnhöfen Bad Bentheim, Nordhorn und Neuenhaus verkehren stündlich in beiden Richtungen hochmoderne und barrierefreie Züge.

Wie auch immer die Zukunft aussehen mag: Die Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr, stellt einen Meilenstein für den Landkreis Grafschaft Bentheim dar und ist ein historisches Ereignis. Gelungen ist dieses Mammut-Projekt nicht zuletzt aus dem Grund, weil eine ganze Region dahinter stand sondern vor allem durch den persönlichen Einsatz und Motivator Joachim Berends, Vorstand BEB.

Danke Joachim

Einzelfahrschein Erw. 6.80 €
Einzelfahrschein Kind 6 - 14 J3.40 €
Hin-und Rückfahrt (HR) 11.60 €
Monatskarte147.30 €
Wochenkarte50.00 €
Monatskarte Schüler110.00 €
Wochenkarte Schüler37.50 €
Jahresumweltticket1473.00 €
Komfortzuschlag Ruftaxi Erwachsene pro Fahrt
Komfortzuschlag Ruftaxi Kinder pro Fahrt1.00 €
Rentner Aktiv Ticket Regio39.50 €

 
   
 
   
   
 
   

Post en Isenbahn

 

As noch de Post noa Linge föhrde,
Nordhoarn en Benthem – lang’ is’t her,
Dat was in’t vörige Joahrhunnert,
Soa völle weet et gar nich mehr.
Dat günk noch sachies en pleseerig!
De Postillion nömp Brewe an,
Satt up’n Buck met sien Trumpete,
De Kinder röpen: „Bloas is, Jan!“

Dann blös de Postillion en Leedtien,
Dat klingde uns soa moj en fien,
Wy meenden all: son Musikante
Gaff’t nargens, nich is in Berlin!
Löe stappden ut en stegen binnen,
By ieder Weertshus hölt de Post
Nen kotten Sett, men drünk sien Söpien,
De Postillion harr altied Dost.

Plaas harr de Post för seß Personen,
Man dann günk’t orig drünge to,
Men stottde met de Knee tehoape,
De Fraulöe schrewden mangs: „Oh,oh!”
Met d’ Post ne dicke Frau is föhrde,
De röp – t’ was orig worm in Mäi –
„Y drückt my ja kapott! En Mensche
Is soch gin Päckien Suckeräi!“

Völl kun’k noch van de Post vertellen:
Wenn se in’n Snee mangs faste satt,
Dann mussen alle hen te rümen,
Dat was nich moj, bedröwt was dat.
Dann sä’n de Löe wall: „Heere Menschen,
Wat uns allennig helpen kann,
Wat wy möt in de Groafschupp hebben,
Dat is ne moje Isenbahn!“

„Joa, joa, en Bähntien muß wy hebben!“
Soa röpen alle Dag vör Dag.
Men lange duurd’ et noch, bis endliks
De Kreisbahn kwamp met enen Slag.
t’ was achteenhundertseßennegentig,
Den Vertehnsten d’ Moand April,
Doar kwamp de erste Zug an Benthem –
Dat was doar en pleseerig Spill!

In Stadt, in Dorp en Burschupp frögen’s:
„Hebb’ Y dat glöön’ge Biest all sehn?
De Isenwagen sunder Peere?“
Nysgierig, o, was iedereen.
Aul’ Janne-Möje in de Klumpe
En Harm-Oahm met dat Been’ vull Gicht
Se strömden alle noa de Schienen
En gaapden doar met’t heel’ Gesicht.

„Wu kann’t, wu kann’t? O, wat en Wunder!
Wat is de Utfinding doch groat!”
Men met de nye Bahn te föhren,
Harr’n völle erst noch nich den Moot.
„Nee, nee“, sä Hinnerk-Oahm, de klooke,
“Bekekken he’ck dat Bähntien wall,
Metföhren? Nu, ick sall my wahren!
Nee, Hinnerk-Oahm is nich soa mall!
Son iesern Biest dat is kumpabel
En hault’ derdöar döar Buß en Sand,
En kump – well kann dat alles wetten –
In Afrika erst wer te Land!“ –

Men Hinnerk-Oahm, aul’ Janne Möje
En Hinnerk-Oahm, alle föhrt nu geern,
Möt se ok s’monnens üm halffieve
Noch halfversloapen ut de Feer’n.
Dat Bähntien is nich mehr te missen,
Et föhrt met Kracht en vullen Damp
By Sünnenschien, by Storm en Regen
Stramm noa Gronau en Emmelkamp. –

De Löe wot alle Dage klööker,
Met Schippe föhrt se döar de Lucht,
De Autos suset up de Stroaten,
Et sind nich völl’, de doarup pucht.
Men Luchtschipp, Autos de hebbt „Mucken“:
Mangs willt se en mangs willt se nich,
De Isenbahn dampt dör de Groafschupp,
Wenn ok de Snee hier foothoach ligg.

„Uns’ Isenbähntien bliff doch t’ beste!“
Segg doarüm hier ok iedermann,
To unse Bähntien hebb’s Vertrauen,
Hoch, hoch de Benth’mer Isenbahn!

C.v.d.L.

 
   
   
   
   

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

     
     
   
     

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet. 

     
 
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