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Plattdütsch in de Groafschup

 

 

     
 

Plattdüütsch dat maakt Pleseär

Well platt proat of kürt,
kann ´ne Sproake meär

Die VHS bietet wieder 2 Plattdeutsch Kurse an

Teilnehmer/innen ohne und mit Vorkenntnissen
Kursleiterin Anette Bardenhorst

Teilnehmer/innen mit Vorkenntnissen
Kusleiter Harm Hindrik Schoo

 
     
   
     
   
     
     
     
 

Es riecht nach Frühling

 
     
 
 
   
     
 

Die Grafschaft Bentheim - stille und einprägsame Landschaft, deren Schönheit bei näherem Hinschauen immer mehr sich offenbart, in der wir alles finden - Wald, Wasser, Felder, Heide, Moor- deren Bauernhäuser und Kirchen, Speicher, Wind-, Öl- und Kornmühlen sich einzig­artig der Landschaft anpassen. Für mich: Heimat. Heimat, die ich wegen ihrer Eigenart und Vielfalt seit Jahrzehnten liebe und zeichne.

Die Grafschafter lieben ihre Heimat. Hier wird gelebt, wonach viele sich sehnen und was von vielen vermißt, jedoch nur zögernd zugegeben wird: Ein Zuhause, das trotz Veränderungen Kontinuität bewahrt, das Geborgenheit ohne Starrheit bietet, gleich einem Schiff auf dem Wasser.

Meine Zeichnungen bieten dem Betrachter das vielschichtige Bild meiner Heimat. Sie geben Malerisches und Historisches wieder, sie dokumentieren Neues und laden ein, ins Bild hin- einzuspazieren und zu schauen, was wohl hinter der nächsten Wegbiegung wartet.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Ich sehe und zeichne, und ich hoffe, daß viele Men­ schen durch meine Zeichnungen neugierig auf Unbekanntes werden oder Vertrautes wieder entdecken.

 
     
   
         
 

Groafschupper Heimatsleed.

 

Nich wiet van’n Teutoburger Wald
Dor ligg de Groafschupp Benthem,
Nen kläinen Streep, soa heerlik moj,
Nich völle Fremden kennt em;
Men well is unse Ländtien sött,
Ok siene Pracht bewundern döt.

't is unse Heimat, unse Lust,
Pleseer, dorvan te singen;
Loat unse kläine Heimatsleed
Dör Moor en Häide klingen.
En Leed up unse aule Platt,
Nich vake hört de Groafschupp dat.

Wohen Y ok men wandern mögt
Ut unse Land int Westen,
Hört alle Sproaken in de Welt –
Uns klingt doch Platt am besten,
De Sproake, de soa heerlik lutt,
Schöört uns ut’t Hatte nüms herut.

In’n Wald by Benthem suset noch
De Bööken en de Eeken,
Vertellt uns van de aule Tied,
Van grote Heldenteeken!
Soa as de Eeken, fast en stark,
Is unse Groafschupp bis in’t Mark.

De Dinkel en de Vechte sind
Soa prachtig alle bäide,
En wat in’n Harwst is mojer wall,
As unse stille Häide! –
O, Wald en Häide, Vechtestrand!
Wo heerlik moj is unse Land!

v. d. L.

 
         

Unsere Zukunft ist mehrsprachig

Plattdütsch in de Groafschup


Ümdat de „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen" dat woll, heff denn Bundestag in’n Juli 1998 een Gesetz beslotten, woarin seggt wodd, dat Sproaken van Löö, de in de Minnerhäit bint, un Sproaken, de in bestimmde Konträins proat / küürt wodd, anseen mött wonn'n at Riekdum van mäinschlik Lewen, un doarüm ock bewaart wonn'n mött.

Ock ümdat sick doar immer meär Mäinschen ´ne Masse Möite üm dat Platte hier in’t Norden van ouns Laund geewt, wodd’t doch de Plattproaters minner. Besünners an de jungen Löö wodd de plattdüütsche Sproake hoast nich meär wietergewen. Et stimmt wall, dat d’r meär Mäinschen Platt vestoan könnt as proaten / küren. En et is ock soa, dat d’r up't Laund un in Huus meär platt proat /küürt wodd as in de Stadt.

In de Groafschup sall nu dat Plattdüütsch weär meär proat / küürt wonn'n. Doarüm heff sick ock ´nen Kring van Löö funn'n, de tehoape met Mäinschen van'n Landkreis vesöken willt, besünners in Kinnergöarns un Scholen föar disse Sproake ientetreen. Et geet drüm, junge Mäinschen föar't Plattproaten / Plattküren nij te maken.

         
         
     
         

Plattdeutsch in der Grafschaft Bentheim

Auf Basis der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates aus dem Jahr 1992 hat der Bundestag im Juli 1998 ein ganz besonderes Gesetz in Kraft gesetzt. In Artikel 7 wird dort das Ziel formuliert, dass Regional- und Minderheitensprachen als Ausdruck kulturellen Reichtums geschützt und gefördert werden sollten.

Trotz zahlreicher Bemühungen, die plattdeutsche Sprache im norddeutschen Raum zu fördern und zu erhalten, nimmt die Anzahl der Niederdeutsch-Sprecher immer mehr ab. Besonders an junge Leute wird die Sprache heute nicht mehr weitergegeben. Tatsache allerdings ist, dass viel mehr Menschen Plattdeutsch verstehen als sprechen können. Der Gebrauch von Plattdeutsch ist auf dem Lande verbreiteter als in der Stadt, und im privaten Bereich wird stärker Plattdeutsch gesprochen als in der Öffentlichkeit.

In der Grafschaft Bentheim wird seit längerer Zeit für die plattdeutsche Sprache geworben. Gemeinsam mit Vertretern des Landkreises hat sich ein Arbeitskreis, der aus etwa 15 interessierten Personen besteht, gegründet. 

         
     
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